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GRAN TURISMO SPORT: PS4-RENNER SPÄTER ALS GEPLANT AM START

Seit nahezu 20 Jahren gibt es die Gran Turismo-Serie. Mehr als 77 Millionen Einheiten verkauften sich von ihr, wobei „Gran Turismo 3: A-Spec“, der 2001 für die PlayStation 2 erschienene Teil, mit 15 Millionen abgesetzten Stück maßgeblich zum Verkaufserfolg beigetragen hat. Kein Wunder also, dass am 19. Mai 2016 halb London auf den Beinen war, als Sony zur großen Enthüllung von „Gran Turismo Sport“ lud. Die Auslieferung des Motorsports für die PlayStation 4 verzögert sich allerdings. Die rennsportbegeisterten Konsolenzocker müssen sich in Geduld üben.

Gründe für den verspäteten Release

Für 16. November 2016 war „Gran Turismo Sport“ angekündigt, doch bereits am 30. August 2016 hat sich das Blatt gewendet. So verlautbarte Chefentwickler Kazunori Yamauchi, dass das Rennspiel erst 2017 in den Handel komme.

In der offiziellen Begründung heißt es, dass niemandem mit halbherzigen Lösungen gedient sei. Vielmehr seien die Mitarbeiter von Polyphony Digital bestrebt, die in sie gesetzten hohen Erwartungen der Fans nicht zu enttäuschen. In anderen Worten wird mehr Zeit benötigt, um sämtliche geplanten Technologien unter einen Hut zu bringen. Es ist eine technische Herausforderung ohnegleichen, physikbasiertes Rendering, Sound-Simulation und den Scapes-Fotomodus mit dem Sport-Modus in Einklang zu bringen. Die Mühe lohnt es aber, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Ein außergewöhnliches wettbewerbsorientiertes Spielerlebnis steht in Aussicht.

Nicht alltäglich ist auch die Stornierung der PSN-Vorbestellungen. Angesichts der Verschiebung der Veröffentlichung auf 2017 werden geleistete Zahlungen zurückerstattet.

Auf der Jagd nach dem goldenen Pokal der FIA

Mit „Gran Turismo Sport“ wird die Reihe nicht nur erstmals die Virtual Reality der PlayStation VR unterstützen, sondern auch den Wettbewerb auf ein neues Level heben. Das Online-Gaming steht fortan im Mittelpunkt.

Der Offline-Modus legt den Grundstein zum Erfolg im Online-Modus. Nur wer sich offline ordentlich ins Zeug wirft und Wagen wie Strecken studiert, seine Fahrkünste verbessert und die Wettbewerbsregeln paukt, hat online in der FIA-Championship eine Chance auf den Sieg. Diese zerfällt in zwei Teilbereiche. Im Nationen-Cup treten die Spieler eines Landes erst online, dann auch bei Live-Veranstaltungen gegeneinander an. Bei der Marken-Meisterschaft verhält es sich ähnlich, obgleich sich hier die Spieler auf einen Hersteller festlegen. Der besondere Reiz der Wettbewerbe besteht freilich darin, dass die Sieger auf der offiziellen FIA-Gala neben Größen des Motorsports wie dem Formel-1-Weltmeister geehrt werden und ihre Trophäen in Empfang nehmen.

Nicht genug damit. Live-Wetten bei Anbietern wie bet365 zu verfolgen ist spätestens dann angesagt, wenn die Spieler eine von der FIA anerkannte digitale Rennlizenz erhalten. Immerhin erlaubt diese ihnen, an realen Motorsport-Wettbewerben teilzunehmen. Noch fehlt das Okay einiger bedeutender Mitgliedsverbände. Mit ihm wäre das freilich ein ungeheurer Zugewinn für den E-Sport.

Große Hoffnungen für die Zukunft dank HDR

Zwar werden statt der 1197 Autos des Vorgängers „Gran Turismo 6“ nur noch 140 Rennboliden am Start sein, dafür hat der Entwickler Polyphony Digital die Grafik ungemein aufgemotzt. Noch steckt die HDR-Technik nicht anders als die Virtual Reality in den Kinderschuhen, was Präsident Yamauchi und sein Entwicklerteam jedoch bei „Gran Turismo Sport“ bereits geleistet haben, kann sich sehen lassen.

High Dynamic Range, kurz HDR genannt, verspricht eine effektivere Nutzung des Beleuchtungsspektrums und eine Erweiterung der Farbpalette. So sind etwa die Reflektionen des Sonnenlichts auf den Autos wesentlich heller als in normaler Grafik, ohne sich negativ auf die Schärfe des übrigen Bildes auszuwirken. Auch ist es mit HDR möglich, das echte Ferrari-Rot ins Spiel zu bringen, das ohne HDR beinahe schon ins Orange kippt.

Richtig zur Sache geht es allerdings erst mit dem neuen Fotomodus Scapes. Er erlaubt es den Spielern, ihr Lieblingsgefährt nach Belieben vor einen realistischen Hintergrund zu setzen, die Scheinwerfer auf Voll- oder Abblendlicht zu stellen oder an den Parametern für Helligkeit und Hintergrundschärfe zu schrauben. Auch die Geschwindigkeit des Autos während der Aufnahme darf neben der Belichtungszeit den individuellen Wünschen angepasst werden.

Alles andere als ein Nullachtfünfzehn-Vergnügen

Bereits mit ein paar Runden auf der Nordschleife oder anderen Strecken wird klar, dass „Gran Turismo Sport“ rasch zur willkommenen Herausforderung mutiert, wenn die diversen Fahrhilfen deaktiviert werden. Wer zu aggressiv über die Randsteine brettert, rutscht unweigerlich von der Strecke. Der feinfühlige Umgang mit Gas und Bremse will mithin gelernt sein. Optisch beeindruckend sind hingegen die verbesserten Physikeffekte. Gegen ein Wackeln der Aufhängung beim Ausgleich von Unebenheiten ist nichts einzuwenden.

Wettereffekte wird es gleich Nachtrennen weiterhin geben, allerdings müssen die Effekte vorher eingestellt werden. Mit einem plötzlichen Schauer ist demnach nicht zu rechnen. Wer will das aber auch schon?

Alles in allem steht zu erwarten, dass „Gran Turismo Sport“ auf der PS4 eine gute Figur macht.


Photo Credit: Barone Firenze / Shutterstock.com
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