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PROGRAMMTIPP TNT FILM: MENSCHLICHE DYSTOPIEN UND TIERISCHE ALBTRÄUME

Am Sonntag, den 11. Dezember 2016 ab 22:20 Uhr könnt ihr auf TNT Film zwei Klassiker aus dem letzten Jahrtausend genießen. Science-Fiction-Film Gattaca und Horrorfilm Arachnophobia.

Ein genetischer (Alb-) Traum

In Gattaca (1997) werden die Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe oder ihrem Erscheinungsbild unterschieden, sondern allein anhand ihres genetischen Codes. Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol, der u.a. das Drehbuch zu „The Truman Show“ (1998) geschrieben hat, schafft es selbst ohne knallende Effekte eine spannende Science-Fiction-Geschichte zu erzählen.

In einer nicht allzu fernen Zukunft liegenden Dystopie unterliegt die menschliche Gesellschaft einem perfekten genetischen Kontrollsystem. Durch dieses können Embryos wissenschaftlich optimiert und perfektioniert werden, um Krankheiten und sonstige Beeinträchtigungen auszuschließen. Vincent Freeman (Ethan Hawke) erblickt das Licht der Welt noch auf natürlichem Zeugungsweg. Nach einem sofortigen Bluttest erfahren seine Eltern, welche gesundheitlichen Risiken Vincent in seinem Leben erwarten. Menschen wie er werden als invalide eingestuft und verrichten deswegen niedere Tätigkeiten.

Der Lebenstraum

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Schon als Kind will er dieses Schicksal nicht einfach so hinnehmen. Er verliert immer wieder gegen seinen genoptimierten Bruder Anton (Loren Dean) im Wettschwimmen, doch eines Tages ist er doch einmal stärker als sein Bruder und rettet ihm sogar das Leben. Sein größter Traum ist es, mit dem ersten bemannten Raumschiff zum Saturn zu fliegen und dort einen seiner Monde, den Titan, zu erreichen. Ein Krimineller vermittelt ihm den Kontakt zu Jerome (Jude Law), einem genetisch perfekten Weltklasseathleten, der durch einen Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist – und deshalb mit seinem Genpotential nicht mehr viel anfangen kann. Jerome verkauft Vincent also seine Identität mitsamt Blut, Urin und Fingerabdrücken, damit dieser bei den identitätsprüfenden Kontrolluntersuchungen nicht auffliegt. Nun geht es steil bergauf für Vincent. Er wird respektiert und steigt schnell vom Programmierer zum potenziellen Astronauten für den lang erträumten Saturnflug auf.

Tödliche Achtbeiner

So hatten sich der Spinnenphobiker Dr. Ross Jennings (Jeff Daniels) und seine Frau Molly (Harley Jane Kozak) ihren Umzug nach Kalifornien ins idyllische Canaima sicher nicht vorgestellt. Plötzlich häufen sich die Todesfälle in der Gegend und schnell wird klar, dass dies an einer ganz speziellen Spinnenart liegt. Schaffen es die Bewohner von Canaima, der Plage Herr zu werden?

Bei Arachnophobia (1990) führte Frank Marshall Regie, der außerdem ein Gründer der Firma Amblin Entertainment ist, die für die Produktion des Films zuständig war.

„Regieneuling Frank Marshall, lange Zeit Steven Spielbergs Produzent, hat die Lektionen seines Mentors verinnerlich.“ [David Ansen; Newsweek]

Im Dschungel Venezuelas lebt so manches Getier, das also viele dort lebende Arten auch gefährlich für den Menschen sein können, liegt auf der Hand. Fotograf Jerry Manley (Mark L. Taylor) reist mit dem Spinnenexperten Dr. James Atherton (Julian Sands) und seinem Team in den südamerikanischen Dschungel, um diesen zu erkunden. Dort begegnen sie dem Schrecken aller Hausfrauen: einer neuen Spinnenart, von der Atherton ein betäubtes Exemplar zu Forschungszwecken mitnimmt. Unbemerkt krabbelt eine zweite Spinne in den Rucksack von seinem Begleiter Manley, welche ihn kurz darauf beißt. An den Folgen des starken Giftes stirbt der Fotograf noch im Camp.

Tödliche Plage

Sein Leichnam wird in seine Heimatstadt Canaima überstellt. Niemand bemerkt die Spinne, die sich in seinem Sarg versteckt hält. Dort angekommen richtet sich die Spinne im Keller von Dr. Jennings häuslich ein und paart sich mit einer einheimischen Art. Die daraus entstehenden Spinnen sind noch gefährlicher und tödlicher als das importierte Exemplar. Mehrere Einwohner des beschaulichen Ortes sterben plötzlich aus zunächst unbekannten Gründen. Erst nachdem Spinnenbisse an den Leichen entdeckt werden, kommt Jennings den Spinnen endlich auf die Schliche. Dies geschieht mithilfe von Atherton und dem Kammerjäger Delbert McClintock (John Goodman). Die erste Generation dieser Spinnen verfügt nicht über Fortpflanzungsorgane, jedoch könnte sich das ab der nächsten schon ändern. Somit bleibt den Einwohnern von Canaima nicht mehr viel Zeit, um die Plage unter Kontrolle zu bekommen. So beginnt der Kampf gegen das gefährliche Ungeziefer.

Für Sonntag gilt es, die Angst vor Spinnen auf ein Minimum zu beschränken und die Nacht diesen beiden Klassikern zu widmen. Vor allem, wenn ihr keinen der beiden Filme kennt, ist es ein Muss, einzuschalten! Bei den wenigen Tierhorrorfilmen die es gibt, liegt Arachnophia eindeutig auf einem der vordersten Plätze. Dies bestätigen auch die zahlreichen positiven Kritiken, nachzulesen auf Seiten wie z.B. Rottentomatoes.

Gattaca
Gattacas Thema ist wahrscheinlich so aktuell wie nie zuvor

Ein Science-Fiction-Film, der viele ethische Fragen aufwirft, und ein spannender Horrorfilm, werden für gute Unterhaltung auf den heimischen Fernsehern sorgen. Viel Spaß ab 22:20 Uhr auf TNT Film – und lasst euch nicht von den Spinnen beißen!

-Julian Pöhlmann & Klaudia Urban


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