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PASSENGERS – HILFE, WIR SIND ALLEIN IM ALL!

Man stelle sich vor, man ist mit tausenden anderen Menschen auf einer Reise zu einem neuen Planeten. Da die Reise aber über ein Jahrhundert lang dauert, muss man in Hyperschlafkammern schlafen. Dumm gelaufen nur, wenn man 90 Jahre zu früh aufwacht und keine Chance hat, etwas daran zu ändern.
Preview zum Film mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt

Die Story

Das Raumschiff Avalon mit über 5000 ‚Passagieren‘ ist auf der Reise zu einer neuen Menschenkolonie auf einem weit entfernten Planeten. Die Reisezeit beträgt 120 Jahre. Die einzige Möglichkeit für Menschen, das zu überstehen, besteht darin, in sogenannten Hyperschlafkammern einen Quasi-Winterschlaf zu halten. Doch es kommt zu einer Fehlfunktion, zwei der Kammern werden 90 Jahre zu früh geöffnet. Die beiden Weltraumreisenden Jim Preston (Chris Pratt) und Aurora Dunn (Jennifer Lawrence) werden aus ihrem Dornröschenschlaf gerissen, sie sind in dem Raumschiff gestrandet. Es scheint keine Möglichkeit zu bestehen, sich wieder in den Hyperschlaf zu begeben. Nach einer anfänglichen romantischen Euphorie stellen sich gleich mehrere Fragen: Wie verbringt man Zeit zu zweit, umringt von tausenden Mitreisenden, die man nicht sprechen kann? Wie geht man als Mensch mit der Situation um, in einem Raumschiff in den unendlichen Weiten des Alls zu sterben? Oder steckt hinter der ganzen Sache doch etwas ganz anderes?

Jim Preston (links, Chris Pratt) und Aurora Dunn (rechts, Jennifer Lawrence) müssen den Tatsachen ins Auge blicken.
Jim Preston (links, Chris Pratt) und Aurora Dunn (rechts, Jennifer Lawrence) müssen den Tatsachen ins Auge blicken.

Die Entstehung

Diesen Fragen stellt sich Passengers, der neue Film von Morten Tyldum, dem Norweger, der sich 2011 mit seinem fantastischen Thriller ‚Headhunters‘ ein Ticket nach Hollywood ergattern konnte. Er bewies 2014 mit ‚The Imitation Game‘ erstaunliches Gespür für sensible Themen, ohne dabei den Thrill zu vernachlässigen. Jetzt darf er sich mit einem Budget von 120 Millionen das erste Mal an einen Blockbuster wagen. [Quelle: The Guardian]
Zur Seite stehen ihm dabei gleich zwei der momentan größten Stars des Kinos: Jennifer Lawrence und Chris Pratt. Das Projekt war lange in der Vorproduktionshölle: Das bereits 2007 von Jon Spaihts (Co-Autor von u.a. ‚Dr. Strange‘ und ‚Prometheus‘) geschriebene Drehbuch sollte schon 2014 mit Keanu Reeves verfilmt werden. Doch nachdem sich Focus Features und die Weinstein Company vergeblich versucht hatten, ergatterte Sony Pictures die Rechte an dem Stoff. [Quelle: Variety]
Der Trailer verspricht eine grandiose visuelle Umsetzung und bereits dort ist die Chemie zwischen den beiden Hauptakteuren zu spüren. Jennifer Lawrence, die nach ‚Tribute von Panem‘ zum Megastar avancierte, sucht sich seitdem interessante Projekte aus und versucht eine Vielfalt von Charakteren zu spielen. Nach dem fantastischen ‚American Hustle‘ und dem hinreißenden ‚Joy – Alles außer gewöhnlich‘ wird sich Passengers hoffentlich weit oben in ihren Kanon einreihen. Auch Chris Pratt macht eine gute Figur und spielt gewohnt charismatisch – mit dieser gewissen Lässigkeit, die ihm schon in ‚Guardians of the Galaxy‘ gut zu Gesicht gestanden hat und das einzig Positive an ‚Jurassic World‘ war.

Bei den Dreharbeiten zu einer Liebesszene zwischen Lawrence und Pratt gab es jedoch heftige Gewissensbisse seitens der 26-Jährigen, war es doch ihre erste überhaupt, und dann gleich mit einem verheirateten Mann, was es ihr zusätzlich erschwerte (Pratt ist seit 2009 mit Anna Faris verheiratet). Sie fühlte sich sehr verletzlich beim Dreh, wollte aber, dass es so authentisch wie möglich wirkte; nach ein paar Schnäpsen und Diskussionen gelang es dann schließlich doch. [Quelle: Hollywood Reporter]

Der Roboterbarkeeper (links, Michael Sheen) gießt Jim (rechts, Chris Pratt) einen ein.
Der Roboterbarkeeper (links, Michael Sheen) gießt Jim (rechts, Chris Pratt) einen ein.

Was kann man erwarten?

Außer den beiden Hauptakteuren werden Hollywood-Veteranen wie Laurence Fishburne (Matrix, Apocalypse Now) und Andy Garcia (Der Pate 3, Die Unbestechlichen) in Nebenrollen zu sehen sein. Außerdem darf man sich auf eine tolle musikalische Untermalung von Thomas Newman freuen, der bereits Scores zu Filmen wie ‚Die Verurteilten‘, ‚The Green Mile‘ oder ‚American Beauty‘ vertont hat. Auch die aktuell angesagte Band Imagine Dragons haben einen Titel zum Soundtrack beigetragen – Levitate, welcher bereits erschienen ist.

Kurios ist auch der im Trailer gezeigte Roboter-Barkeeper (gespielt von Michael Sheen, bekannt aus ‚Frost/Nixon‘ und ‚Masters of Sex‘), der eine klare Anspielung auf Berufsgenossen Lloyd ist, der seinerseits im Overlook Hotel Spirituosen an Jack Nicholson ausschenken durfte, in Stanley Kubricks ‚The Shining‘.  Ob der Film eine ebenso klaustrophobische Stimmung erreicht, bleibt abzuwarten. Die Chancen bei dem involvierten Talent stehen jedoch sehr gut. Auch scheint die zweite Hälfte des Films deutlich actionlastiger zu werden und ein großes Geheimnis zu bergen – was das ist werden wir wohl nur im Kino 2017 erleben. Im Idealfall erwartet den Zuschauer ein Blockbuster, der optisch zu überzeugen weiß, aber vor allem Wert auf seine Charaktere und deren Entwicklung legt. Eine Eigenschaft, die man in vielen großen Studiofilmen der letzten Jahre schmerzlich vermissen musste.

Man darf jedenfalls gespannt sein wie der Film sich entwickelt, aber ich für meinen Teil werde auf jeden Fall am 5. Januar 2017 im Kinosessel sitzen und mit Jennifer und Chris den Weltraum erkunden.

-Christian Koch
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Photo Credits & Copyright: © Sony Pictures Releasing GmbH
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