SHERLOCK STAFFEL 4 – ES IST KEIN SPIEL MEHR

DID YOU MISS ME?

Letztes Jahr überraschten uns die Schöpfer der Serie Mark Gattis und Steven Moffat mit ihrer Sonderfolge, die in England als Weihnachts-Special lief. Doch wirklich weihnachtlich war sie nicht, auch wenn die Episode ein besonderes Geschenk war.

Ende der dritten Staffel trat Sherlock nach einem selbst begangenen Mord seinen Weg ins Exil an, als plötzlich der längst tot geglaubte Jim Moriarty landesweit im Fernsehen zu sehen war. Fieberhaft stürzt sich Sherlock im Special in einen Drogenrausch, um gedanklich ins viktorianische London einzutauchen. Hier möchte er den ungeklärten Fall von Emilia Ricoletti lösen – einer wandelnden Leiche im Blutrausch, deren Umstände denen des wieder auferstandenen Jim Moritarty frappierend ähneln.

Zuletzt folgert Sherlock, dass Moriarty endgültig tot sein muss, sein Spiel mit Sherlock aber noch lange nicht vorbei ist. Das macht Staffel 4 zu einem Präzedenzfall: Bislang gab es immer einen großen Cliffhanger.
Die Schwimmbadszene (in Staffel 1 und 2) und der Reichenbachfall (zwischen 2 und 3) lockten den Zuschauer in die neue Staffel und setzten gleichzeitig den Ton für selbige.

Diesmal jedoch sind die Erwartungen ebenso offen wie hoch. Bekannt ist, dass Mary und John in freudiger Erwartung sind und Moriarty posthum zur nächsten Krimi-Runde bläst.

Was also kommt auf uns zu?

Der Hauptdarsteller der Serie Sherlock -Benedict Cumbertbatch bei der Premiere von The Imitation Game in New York 2014
Der Hauptdarsteller der Serie Sherlock – Benedict Cumberbatch bei der Premiere von The Imitation Game in New York 2014. Photo Copyright JStone / Shutterstock.com

DAS ZEICHEN DER VIER

Die erste Episode der vierten Staffel, wörtlich übersetzt ‚Die sechs Thatchers‘, knüpft direkt an Staffel 3 an und sogleich ist Sherlock wieder in seinem Element: seinen Bruder ärgern und Autoritäten missachten. Natürlich wird er auf die Machenschaften von Moriarty angesetzt, beschließt jedoch zu warten, bis dieser den ersten Schritt macht.

Sherlock: „Ich weiß immer, wann das Spiel beginnt. Wissen Sie warum?“
Lady Smallwood: „Warum?“
Sherlock: „Weil ich es liebe!“

Sherlock ist immer noch der von allen geliebte arrogante Angeber und glänzt abermals durch seine soziale Inkompetenz. Im Kontrast zu seinem Bruder Mycroft jedoch, scheint Sherlock eine warme, menschliche Persönlichkeit zu entwickeln. Mehr als sonst drängt sich der Gedanke auf, dass Sherlock im Gegensatz zu Mycroft seine emotionale Kälte nur aufgesetzt oder zumindest angelernt hat. Ein brüderlicher Wettstreit? Der Wunsch, den großen Bruder zu beeindrucken? Oder ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit?

Sherlocks persönliche Dynamik geht mittlerweile über seinen besten Freund John Watson hinaus. Er entwickelt eine gewisse Verbundenheit zu seinem neuen Patenkind Rosie Watson und stellt der frisch gebackenen Familie seinen Lieblingsspürhund vor. Während John sich langsam aus dem Schnüffler-Geschäft herauszieht und sich mehr aufs Bloggen konzentriert (übrigens: Bis Staffel 3 war Johns Blog noch up-to-date unter http://www.johnwatsonblog.co.uk), kristallisiert sich seine Frau immer mehr als der ‚bessere‘ Watson heraus; häufig kontaktiert Sherlock einfach beide unabhängig voneinander, um seine Fälle zu lösen.

Doch schließlich stößt das Trio auf vier Buchstaben, die alles verändern und einen Killer, der die junge ‚Familie Plus‘ vor eine Zerreißprobe stellt.

DER HÄNDLER VON SAMARRA

Die nächsten beiden Folgen liegen zurzeit noch im Dunklen, klar ist aber jetzt schon, dass Fans sich bei der vierten Staffel auf eine Menge Wechsel und Veränderungen gefasst machen müssen. Greifbar wird das schon zu Beginn der ersten Episode mit einer Geschichte aus Sherlocks Kindheit, dem arabischen Märchen ‚Der Händler von Samarra‘. Etwas abgeändert vom Original erzählt Sherlock die Geschichte eines Händlers, der auf einem Marktplatz in Bagdad den Tod erblickt. Der Tod ist überrascht und der Händler flieht in die weit entfernte Stadt Samarra. Dort begegnet er dem Tod erneut. Diesmal fragt der Händler den Tod, warum dieser so erstaunt dreingeblickt hatte. Der Tod erklärt, er wäre überrascht gewesen, weil er doch erst am Abend einen Termin mit dem Händler in Samarra habe.

Der Tod lauert überall – und man begegnet ihm oft auf Wegen, auf denen man versucht ihn zu umgehen. Das Leitthema der vierten und, laut Produzenten, vorläufig letzten Staffel? Die erste Folge läutet jedenfalls bereits das wohl düsterste Kapitel der BBC-Reihe ein.

Sherlock ist gnadenloser und härter denn je, bereit zu töten, falls nötig. Gut choreografierte Actionsequenzen vor großartiger Kulisse müssen sich vor Bourne und Bond nicht verstecken. Gleichzeitig portraitiert Benedict Cumberbatch einen wesentlich verletzlicheren Detektiven, einstweilen hilfloser als zuvor. Letztlich ist es sein Verlangen sich aufzuspielen, was zu einer Katastrophe und seinem persönlichen Tiefpunkt führen wird. Je mehr Sherlock ein emotionales Eigenleben entwickelt, desto weniger muss Martin Freeman als John Watson seinem Freund als moralischer Kompass dienen. Tatsächlich trifft John Entscheidungen, die die Fans entsetzen werden, was ihm aber erstaunlich viel Tiefgang und Menschlichkeit verleiht. So bleibt Watson die Seele der Serie, jedoch mit ungeahnten Abgründen; die Romanvorlage von Sir Arthur Conan Doyle lässt grüßen.
Auch Nebenfiguren wie Mary und Lestrade bekommen mehr Raum und Hintergrund für ihren Charakter, insgesamt wirkt die neue Staffel bedrohlicher, kerniger und echter, während die Schatten der Vergangenheit unsere Helden einzuholen drohen.

Fazit:

Wunderbar stimmungsvoll ausgeleuchtet, mit einem Cast, der sich schauspielerisch einmal voll austoben darf, führt uns Sherlock wieder an Schauplätze, die man in Filmen sonst vergeblich sucht. Mal witzig, mal spannend und schockierend, mal düster und traurig – unsere Helden kämpfen auf der Seite der Engel, aber sind weit davon entfernt, welche zu sein. Und das ist gut so. Allerhöchste Zeit, dass auch John ein paar Macken entwickelt. In Sachen Charakterentwicklung eine 1+. Das alles untermalt von dem bislang wohl filmischsten Soundtrack aus der Feder von David Arnold (Soundtrack James Bond).
Funfact: Für den alternden Bluthund Toby musste tatsächlich das Drehbuch am Set umgeschrieben werden, da der Hund die Kooperation mit dem Tiertrainer verweigerte, was für eine der lustigsten Szenen der ganzen ersten Episode sorgt.
In mir mischt sich jetzt die Vorfreude auf zwei weitere Episoden mit der traurigen Gewissheit auf ein Ende der Serie, soweit voraussehbar. Vielleicht findet die Serie ja dereinst eine Fortsetzung, dann mit einem Sherlock in den Mid-50s? In diesem Sinne schließe ich mit dem Hashtag von John Watsons Tagebuch in ‚Die sechs Thatchers ‚: #221Back!

5 von 5 Sternen für die potentiell spannendste Staffel des Romandetektivs.

Alexander Ochs

P.S.: Kleines Easter Egg: Der Antagonist der späteren Folgen (siehe Trailer), Culverton Smith, ist im Hintergrund versteckt auf einem Werbeplakat an Johns regulärer Bushaltestelle zu sehen. Darunter deutlich die Worte ‚Business‘ und ‚Mord‘.
Danke, Gatiss und Moffat. Ihr seid Meister des Setup/Payoff.


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STAR WARS REBELS – DER ARCHITEKT DER ZERSTÖRUNG

Gleich zu Beginn – wer die Serie mit Argwohn betrachtet: Ich kann dich verstehen. Auch ich hatte da „ein ganz mieses Gefühl“, zumal mir Clone Wars schon kaum gefallen wollte. Doch die neue Serie hat mich positiv überrascht.

‚Rebels‘ spielt zu einer Zeit, in der die Galaxis von der harten Hand des Imperiums unterjocht wird. Die letzten Jedi-Ritter gelten als ausgestorben, vom Imperium vernichtet. Nur wenige wagen es, gegen den Imperator und seine Legionen an Sturmtruppen, angeführt vom gnadenlosen Darth Vader, aufzubegehren. Zunächst unbemerkt vom Imperium regt sich Widerstand: Rebellen formieren sich gegen ihren übermächtigen Gegner und führen gezielt Anschläge auf ihre Unterdrücker aus.

star wars rebels staffel 3

Inmitten dieser Schlacht steht eine junge Waise. Ezra Bridger ist ein 14 – jähriger Dieb, der nicht nur äußerlich an Aladdin erinnert. Gewieft und flink entwischt er den Truppen ein ums andere Mal und weigert sich zunächst, offen für die Rebellion Partei zu ergreifen. Schließlich erweckt Ezra das Aufsehen von Kanan, einem der letzten überlebenden Jedi. Kanan erkennt, dass Ezra zwar für die Macht empfänglich, sich aber dessen nicht bewusst ist. Vielmehr sind seine Fähigkeiten instinktiver Natur. Ezra tritt der Crew der ‚Phantom‘ bei, die Kanan anführt und begibt sich auf die Reise, um dem Imperium das Handwerk zu legen, und die Kraft die in ihm schläft zu erwecken.

NICHTS MEHR FÜR KLEINKINDER

Clone Wars brauchte zig Staffeln um den kindlichen Grundtenor abzulegen und endlich ein „richtiges Star Wars“ zu werden. Letztendlich wurde die Serie düsterer und fügte sich damit sauberer in die Zeit um die Episoden II und III ein. Auch Rebels kämpft am Anfang damit, zu sehr eine Serie für alle Altersklassen zu sein, was sich nicht zuletzt in ihren farbenfrohen Charakteren zeigt. Jedoch gelingt es der neuen Serie wesentlich schneller den Ton zu treffen als The Clone Wars. So holt sie bereits in Staffel 2 die Fans bei den Klonkriegen ab und führt sie langsam Richtung ‚Rogue One‘.

star wars rebels staffel 3

Mit dabei sind bereits bekannte Charaktere wie Lando Calrissian, der Klonkrieger Rex und die ehemalige Schülerin Anakins, Ahsoka Tano. Neben den bereits erwähnten Hauptcharakteren, die äußerlich eher aus dem Mittel-Östlichen Raum zu stammen scheinen, brilliert Star Wars Rebels durch die Twilek–Pilotin Herra und die junge Mandalorianerin Sabine mit starken Frauen (und besteht regelmäßig den Bechdel–Test mit Bravour!). Als lustige Sidekicks dienen meist der Droide Chopper und ein Lasat namens Zeb, der – als einer der letzten seiner Art – mit dem Imperium eine ganz eigene Rechnung offen hat.

WAS BISHER GESCHAH

Die Staffel 2 endet mit einem Cliffhanger, der vielschichtiger kaum sein könnte: Darth Maul, aus den Schatten zurückgekehrt, zeigt Ezra im Sith-Tempel auf Malachor die dunkle Seite. Maul stellt sich nach einem kurzen Zweckbündnis gegen die Jedi und nimmt Kanan das Augenlicht, verliert jedoch den Zweikampf und flieht.

star wars rebels staffel 3

Angelockt von einem Sith–Holocron, das jahrtausendealtes Wissen der Sith enthält, betritt Darth Vader die Szenerie. Als er Kanan und Ezra erlegen will, schaltet sich Ahsoka ein, um sich ihrem alten Meister zu stellen. Sie opfert sich, um Kanan und Ezra die Flucht zu ermöglichen, Vader überlebt schwer verwundet.
Ezra, von dem Wunsch beseelt, die Sith mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, versteckt das gefährliche Sith–Holocron und nutzt die dunkle Seite, um von ihm zu lernen.

DER MEISTBEGEHRTE BÖSEWICHT DES EU

Wie der Trailer zu Staffel 3 verrät, begeben wir uns tiefer in die Welt und Vergangenheit der Charaktere. Ezra ist deutlich älter geworden, sein Kampfstil akrobatischer, sein Vorgehen skrupelloser. Kanan hingegen betrauert den Verlust seiner Augen und kümmert sich kaum mehr um seinen Padawan, der sich mehr und mehr der dunklen Seite hingibt. Der Rest von Ezras Crew kann dessen Taten immer weniger gutheißen, aber ohne Kanan gibt es niemanden, der ihn ernsthaft zur Räson rufen könnte.

In der neuen Staffel versöhnt sich Disney mit den Fans des ehemaligen Expanded Universe (kurz: EU), dessen Charaktere im Reich der Legenden verschwanden. Nicht nur gibt es ein Wiedersehen mit Wedge Antilles, Grand Moff Tarkin und weiteren bekannten Gesichern, sondern auch einen neuen, skrupellosen Gegner: Grand Admiral Thrawn.

Ruhig, kalkuliert, berechnend. Nachdem Disney die Thrawn–Reihe für ungeschehen erklärte, dürfen Fans sich über die Rückkehr ihres Lieblingsbösewichts freuen. Düstere Orgelmusik als Leitthema untermalt die chirurgische Präzision, mit der Thrawn die Rebellion zu zerlegen und zu demoralisieren beginnt. Nie die Beherrschung verlierend und immer drei Schritte voraus, mit so einem Gegner hatten es die Rebellen noch nie zu tun. Ob er womöglich auch in Rogue One eine kleine versteckte Rolle spielen wird?

star wars rebels staffel 3

Ich bin von der Serie mittlerweile voll überzeugt und total gespannt auf Staffel 3. Wünschenswert wäre, dass Disney mit Star Wars Rebels den einen oder anderen Bogen zum kommenden Blockbuster spannt. Die neuste Staffel ist momentan auf Disney XD zu sehen und wird ab Sommer 2017 dann auch im Free-TV auf dem Disney Channel laufen.

Möge die Macht mit euch sein,

Alexander Ochs
Jedi-Ritter


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HANNIBAL: DU BIST, WAS DU ISST – DIE KOMPLETTE SERIE

HANNIBAL -- Season: 1 -- Pictured: (l-r) Hugh Dancy as Special Agent Will Graham, Caroline Dhavernas as Dr. Alana Bloom, Laurence Fishburne as Agent Jack Crawford, Aaron Abrams as Brian Zeller, Lara Jean Chorostecki as Freddie Lounds, Hettienne Park as Beverly Katz, Scott Thompson as Jimmy Price, Mads Mikkelsen as Dr. Hannibal Lecter -- (Photo by: Robert Trachtenberg/NBC/NBCU Photo Bank)

Aperitif - Eine Serie mit außergewöhnlichem Stil

Ich muss zugeben, dass ich zunächst sehr skeptisch war, als ich von der Serie erfuhr. Wie konnte man sich anmaßen der Kultfigur, die von Thomas Harris ersonnen und von Anthony Hopkins unsterblich gemacht wurde, nicht nur ein neues Gesicht zu verpassen, sondern das Ganze noch für das Fernsehen zu produzieren? Doch bereits das stilsichere Intro der Serie lässt vermuten, dass hier Liebe und Leidenschaft investiert wurden. Damit wurde eine ganz andere Version geschaffen, als die, die das Publikum bereits kennt und liebt. Es gehört schon jede Menge Mut dazu, sich diesem Stoff anzunehmen. Aber Showrunner und Serienerfinder Bryan Fuller machte keine halben Sachen. Zusammen mit dem US-Sender NBC erschuf er eine Serie, die auf ihre Art ein echtes Unikat geworden ist. Den Clou landeten sie mit der Neubesetzung Hannibals durch Mads Mikkelsen (Die Jagd, Valhalla Rising). Im Nachhinein muss ich sagen, dass es wohl kaum eine bessere Wahl gegeben hätte. Nicht nur traut sich der gebürtige Däne an die ehrfurchtgebietende Vorlage von Sir Anthony Hopkins heran, sondern schafft mit seiner Darbietung eine völlig neue Interpretation der Kultfigur.

Doch dies ist nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal der Serie. Sie weiß vor allem audiovisuell zu überzeugen. Hier wird ein durch und durch kinotauglicher Bilderregen serviert und mit einem fantastischen Score von Brian Reitzell begleitet. Dazu gesellen sich brutale und wunderschön designte Gewaltspitzen und ein wilder Mix aus den verschiedenen Romanen von Thomas Harris. Den Counterpart bildet der FBI Profiler Will Graham (gespielt von Hugh Dancy), dessen besondere Hassliebe zu Hannibal den Kern der Serie ausmacht. Unterstützt werden die beiden Hauptdarsteller durch eine Riege von erstklassigen Nebendarstellern, die sich u.a. aus Laurence Fishburne, Gillian Anderson, Michael Pitt, Scott Thompson und Caroline Dhavernas zusammensetzt.

HANNIBAL -- Behind the Scenes -- Pictured: -- (Photo by: Brooke Palmer/NBC)

Entrée (Vorspeise) - Staffel 1

Will Graham (Hugh Dancy) ist der beste Profiler des FBI, ihm gelingt es immer wieder, die gefährlichsten Serienkiller des Landes Dingfest zu machen. Doch die Gabe, die es ihm erlaubt in die Gedankenwelt der Täter einzudringen und sie von Grund auf nachzuvollziehen hinterlässt auch tiefe Spuren in seiner Psyche. Als eine neue Mordserie das Land erschüttert, bittet ihn Special FBI Agent Jack Crawford (Laurence Fishburne) erneut um Hilfe. Doch diesmal soll sein mentaler Zustand durch Hilfe des renommierten Psychiaters und Connaisseurs Dr. Hannibal Lecter erhalten werden. Ihre Verbindung vertieft sich mit jedem Fall und jeder Sitzung. Aber niemand ahnt (bisher), welches Geheimnis der wohlgesittete Psychiater und Hobbykoch in sich birgt. Was sind seine wahren Beweggründe? Und was war noch gleich die geheime Zutat für seine köstlichen Speisen? Wer ist der Chesapeake Ripper wirklich?

Staffel 1 präsentiert uns die Welt der Serie. In dieser wimmelt es geradezu vor kreativen Serienkillern. In guter, alter Akte X Manier bekommen wir fast jede Folge ein neues ‚Monster of the Week‘ präsentiert. Alle Charaktere werden souverän eingeführt und die Serie findet ungewöhnlicherweise bereits ab Episode Eins zu einem sehr edlen Stil. Mikkelsens Hannibal ist sehr präzise angelegt; der Zuschauer muss auf jede Nuance achten, um dessen grandioses, minimalistisches Spiel komplett genießen zu können. Hugh Dancy tut was er kann, um Will Grahams Seelenleiden zu glaubwürdig zu verkörpern. Laurence Fishburne spielt wie gewohnt den coolen und smarten Anführer, auch wenn ihm etwas mehr Dynamik und Mut zur Schwäche guttun würden. Doch im Grunde ergibt diese Härte durchaus Sinn, immerhin ist er Abteilungsleiter des FBI und darf nach außen keine Schwäche zeigen. Das Interessanteste jedoch ist die aufkeimende Beziehung zwischen Hannibal und Will: Die Spannung baut sich aus dem Wissen der Zuschauer auf, die bereits Kenntnis darüber haben, wer Hannibal ist und zu welchen Taten er fähig ist. Dennoch bleibt lange Zeit im Unklaren, was Hannibal mit Will vorhat – und wie weit er das Katz und Maus Spiel mit dem FBI treiben kann, ohne selbst ins Visier zu geraten.

Es treten außerdem Nebenfiguren auf, die im Laufe der Serie mehr an Bedeutung gewinnen. So gibt Gillian ‚Scully‘ Anderson die Psychiaterin Bedelia Du Maurier. Sie scheint als erste zu bemerken, dass hinter Hannibals Fassade ein Monster haust, dessen Berechnung, Kaltblütigkeit und Manipulationsfähigkeit seinesgleichen sucht. Die gezeigten Morde und Gräueltaten sind allesamt sorgfältig und teilweise sehr bizarr inszeniert, ohne der Stilisierung der Serie Abbruch zu tun. Die gezeigte Gewalt ist eine herrliche Mischung aus praktischen und CGI Effekten, die stets weit über gewohntes TV-Niveau liegen. Staffel Eins legt einen tollen Start hin und zieht einen gleich zu Beginn in den Bann der Serie.

Was hat Hannibal (Mads Mikkelsen) vor?

Pièce de Résistance (Hauptgericht) – Staffel 2

Nun ist es Will, dem zu Last gelegt wird, der Chesapeake Ripper zu sein. Hannibal hat Will eine ganze Reihe von Morden angehängt. Daher muss Will nicht nur Jack und seine Freunde vom FBI von seiner Unschuld überzeugen. Währenddessen werden erneut bestialische Morde begangen und die Spur deutet immer stärker auf Hannibal. Selbst Jack, der so lange von Hannibals Unschuld überzeugt war, beginnt zu hinterfragen, was für ein Gericht ihm der Psychiater seines Vertrauens als nächstes vorsetzt. Die Lage spitzt sich immer mehr zu und Will meint, Hannibal endlich in die Ecke getrieben zu haben. Doch Hannibal wäre nicht Hannibal, wenn er nicht das letzte Wort in dieser Sache hätte. Niemand, wirklich niemand darf sich sicher wägen. Es kommt zum schockierenden Finale, das erneut beweist, dass ‚Hannibal‘ eine Ausnahmeserie ist.

Staffel 2 führt den Stil der Serie konsequent fort und auch hier werden wieder Morde als Kunstwerke zelebriert. Mikkelsen fühlt sich in der Rolle des Menschenfressers sichtlich immer wohler, er legt eine bösartige Euphorie an den Tag, sodass es eine einzige Freude ist, ihm dabei zusehen zu dürfen. Hugh Dancy steigert seine Performance deutlich verglichen mit Staffel Eins, aber ist auch der Schwachpunkt der Serie (dazu später mehr).

Doch nun zum Finale – ohne zu spoilern. Die letzte Folge der zweiten Staffel sehe ich als das Highlight der Serie an. Hier bekommen wir im Schlussakt eine perfekte Symbiose aus Ton, Bild, Schauspiel und einem genialen Musikstück namens ‚Bloodfest‘ (des Serienstammkomponisten Brian Reitzell) geliefert. Diese Szene für sich alleine ist ein Kunstwerk, bietet aber durch die bisherige Charakterentwicklung der Figuren auch eine emotionale Tiefe. In einem der blutrünstigsten Momente sehen wir tatsächlich einmal den verletzbaren Hannibal – ein Hannibal mit menschlichen Gefühlen. Die Melancholie liegt förmlich in der Luft. Auch hier, wie im Rest der Serie, wirkt die Beziehung zu Will homoerotisch ohne dabei lächerlich zu wirken. Beide verbindet eine sehr spezielle Freundschaft, die jedoch zum Untergang verurteilt ist. Aber Florenz soll schön sein im Sommer…

HANNIBAL -- "Potage" Episode 102 -- Pictured:  -- (Photo by: Brooke Palmer/NBC)

Dessert (Nachspeise) – Staffel 3

Hannibal ist zusammen mit Psychiaterin Bedelia nach Florenz geflohen. Dort gibt er sich als Kurator aus, doch seine Natur zieht auch hier wieder Aufsehen auf den stets gut gekleideten ‚Menschenfreund‘. Aber nicht nur Will, Jack und das gesamte FBI suchen ihn, sondern auch dunkle Gestalten aus Hannibals früherem Patientenkreis. Das Netz um den mordenden Psychiater zieht sich immer stärker zusammen. Auch Bedelia fühlt sich zunehmend bedrohter durch ihren speziellen Freund – sie glaubt, es sei nur eine Frage der Zeit, bis es zu einem unangenehmen Ende kommen würde. Ist Hannibal auch diesmal das Glück treu? Und was hat es mit dem großen roten Drachen und der mit der Sonne bekleideten Frau auf sich?

Leider ist Staffel Drei das Finale der Serie. Wir haben es hier im Grunde mit 2 Ministaffeln in einem zu tun: Die erste Hälfte beschäftigt sich mit der Gefangennahme Hannibals. Die zweite flechtet fast die komplette Handlung des ersten Hannibal Buches ‚Roter Drache‘ von Thomas Harris ein. Natürlich mit einem neuen Ende, das Fans der Serie mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurücklässt. Die Szenen in Florenz toppen noch einmal den ohnehin schon kinotauglichen Look der Serie und machen sie zu einem wahren Augenschmaus. Leider wurde Michael Pitt, der Mason Verger verkörperte, ersetzt, da er wohl die komplizierten Make-Up Applikationen nicht über sich ergehen lassen wollte [Quelle: Variety].

Der rote Drache kommt wie erwähnt in der zweiten Hälfte der Staffel zu vollem Zuge, doch irgendwie will der Funke nicht ganz überspringen. Vielleicht liegt das an der ziemlich plakativen Inszenierung des Francis Dolarhyde. Diese hatte schon der Brett Ratner Verfilmung aus dem Jahr 2002 deutliche Minuspunkte beschert. Doch auch in Staffel Drei ist das Finale sehr gut gelungen und bietet mit einem würdigen Abschluss der Serie den Fans Gelegenheit, Lebewohl zu sagen. In einer episch anmutenden Schlussszene vereinen Will und Hannibal ihre Kräfte um dem Drachen Einhalt zu gebieten. Beide haben jedoch ebenfalls noch eine Rechnung miteinander offen. Zu den Klängen des wohl schönsten Songs der Serie ‚Love Crimes‘ (Brian Reitzell mit Gast Siouxie Sioux) werden wir mit dem Schluss konfrontiert. Doch eine letzte Einstellung in den Credits bietet viel Ansatz zur Interpretation des weiteren Verlaufes der Handlung.

Am Ende ist aber klar: Hier ging gerade eine Serie zu Ende, deren Stil und Niveau den Maßstab der Fernsehserien angehoben hat und aus dem Pulk der halbherzigen Serienadaptionen (von Filmen) heraussticht wie eine Leber mit ein paar Favabohnen und einem ausgezeichneten Chianti.

HANNIBAL -- "Trou Normand" Episode 109 -- Pictured: -- (Photo by: Brooke Palmer/NBC)

Das Haar in der Suppe

Nach den ganzen Lobpreisungen der Serie muss ich aber auch auf ein paar Schwachstellen hinweisen. Das Hauptproblem sehe ich in der Rolle des Will Graham. Die Figur wurde stark von der Buchversion und den bisherigen Filmversionen abgewandelt und ist weitaus labiler. Das ist ja an sich nichts schlechtes, aber leider wird Will zu einem Spielball der Drehbuchautoren gemacht. So wurden sein Geisteszustand und seine Motivationen zugunsten der Spannung angepasst, wie es gerade nützlich war. Das macht seine Figur unstimmig seine Motivationen nur schwer nachvollziehbar. Dennoch wird dies durch das intensive Spiel mit Mads wieder wettgemacht, es bleibt jedoch ein fader Beigeschmack.

Abgesehen davon war und ist für mich die perfekte Verkörperung des Will Graham immer William Peterson in Manhunter von 1986. Da haben leider Hugh Dancy sowie Edward Norten das Nachsehen. Außerdem wirken einige der Mordserien doch sehr ‚over the top‘ und dienen meist rein ihrem Selbstzweck. Sie haben oft kaum Relevanz für die Gesamthandlung der Serie. Ebenso wirken einige Nebenfiguren unausgewogen, bisweilen sogar unglaubwürdig, da sie teilweise konfuse und zu konstruiert wirkende Subplots haben. In der letzten Staffel wirkt die ‚Roter Drache‘-Story auch etwas aufgesetzt und entwickelt zu keinem Zeitpunkt dieselbe Intensität wie die Beziehung zwischen Hannibal, Will und Jack. Diese Punkte wären in einer schwächeren Serie gar nicht weiter aufgefallen. Hier wird die Serie Opfer des hohen Niveaus, die sie selber angelegt hat. Jedenfalls spreche ich dennoch eine eindeutige Empfehlung aus, da die Serie über den gesamten Zeitraum fesselt und Mads und Anthony durchaus in einem Atemzug genannt werden dürfen.

Wie lange kann Hannibal (Mads Mikkelsen) sein Katz und Maus Spiel aufrecht erhalten?

Vom Buch zum Film zur Serie

Hannibal bedient sich aus sämtlichen Romanen mit dem titelgebenden Antihelden von Thomas Harris. Auffälligste Änderung ist die Abfolge der Ereignisse, welche wild durcheinander gewürfelt wird. Dies dürfte dem Fan der Bücher und Filme anfangs etwas seltsam erscheinen. Dadurch wird das Gezeigte aber selbst für eingefleischte Fans unvorhersehbar und abwechslungsreich. Auch wurden einige Rollen abgeändert, so wird aus dem vorlauten männlichen Reporter Freddy Lounds die freche weibliche Onlinejournalisten Freddie Lounds. Auch Wills Beziehung ist in den Büchern und Filmen eine sehr viel hasserfülltere. So versucht Will in Manhunter (von Michael Mann), Lecter nur als Werkzeug zu benutzen, ohne zu wissen, dass er sich wieder zum Spielball des Meistermanipulators macht. Ebenso ist Manhunter in der Schilderung der Beziehung zwischen Francis ‚Roter Drache‘ Dolarhyde und seiner blinden Freundin Reba deutlich feinfühliger und weniger auf den Schockeffekt aus, als die Serienversion. Das selbe gilt übrigens auch für die Version von 2002.

Dazu kommen noch etliche Charaktere, die für die Serie geschaffen wurden, wie die der Bedelia Du Maurier oder Alana Bloom. Auch ist hervorzuheben, dass es zwar Versatzstücke aus ‚Das Schweigen der Lämmer‘ zu sehen gibt, aber dessen Handlung weitgehend ausgespart wird. So bekommt man zu keinem Zeitpunkt Clarice Starling zu sehen. Ob man sich diesen Charakter und die damit verbundene Story für spätere Staffeln aufheben wollte, das bleibt reine Spekulation.

Dr. Lecter (Mads Mikkelsen) bereitet ein weiteres köstliches Mahl zu.

Es ist angerichtet

Hannibal ist eine sehr hochwertige Serie, die mit einem genialen Mads Mikkelsen aufwartet und alte wie auch neue Fans des Kannibalen begeistern wird. Hier wurde alles getan, um dem Zuschauer eine aufregende, und nicht zuletzt künstlerisch sehr wertvolle Erzählung zu präsentieren. Alleine die Sorgfalt, mit der Hannibals Kochkünste in Szene gesetzt wird, verweist alle Serien mit Stilallergie in die Schranken – ich möchte an dieser Stelle keine Namen nennen. Holt euch alle Staffeln in euer trautes Heim und taucht ein in die morbide Atmosphäre dieses Serienglanzstückes.

Studiocanal präsentiert alle 3 Staffeln in einer edel gestalten Box auf Blu-Ray und DVD. Die Staffeln befinden sich in Standardhüllen, zusammengefasst von einem Schuber. Freigegeben ist die Hannibal-Adaption ab 18 Jahren. Jede Staffel ist begleitet von Extras wie Deleted Scenes, Trailern, Teasern, Gag Reels, Featurettes über die einzelnen Produktionsschritte, Interviews und Audiokommentaren zu ausgewählten Episoden. Insgesamt beinhaltet die Box 6 Stunden Bonusmaterial. Sie ist ab sofort im Handel erhältlich. Geht erneut auf Beutejagd, mit dem fiesesten und ikonischsten Killer der Filmgeschichte, diesmal im Serien(killer)-Format!

Hannibal Gesamtedition Staffel 1-3, ab jetzt im Handel erhältlich  auf DVD/Blu-Ray.
-Christian Koch
Photo Credits & Copyright: Brooke Palmer/NBC; Robert Trachtenberg/NBC/NBCU Photo Bank; © 2013 NBCUniversal Media, LLC; Copyright CIPRIANOPALMER PHOTOGRAPHY; 2012 NBCUniversal Media, LLC; © STUDIOCANAL GmbH

NETFLIX: SENSE8 WEIHNACHTS-SPECIAL UND STAFFEL 2!

Das Sci-Fi-Mystery-Drama Sense8 bekommt eine zweite Staffel und ein  Weihnachtsspecial! Bereits am 23. Dezember dieses Jahres soll als Special eine 2-stündige Fortsetzung der 2015 gestarteten ersten Staffel gezeigt werden. Die neue Staffel soll erst gut 5 Monate später, am 05. Mai 2017, nachgeliefert werden. Beide sollen, wie auch die erste Staffel,  global auf Netflix zu streamen sein. Dies berichten diverse internationale Newsdienste wie Variety nach Bekanntgabe der Neuigkeiten seitens Netflix auf dem englischsprachigen Twitter-Account der Serie:

Noch wenig konkrete Informationen

Die englischsprachige Beschreibung Streaminganbieters lässt viel offen, jedoch geht daraus immerhin hervor, dass an die Ereignisse der ersten 12 Folgen angeknüpft wird. “The journey continues as these eight singular hearts and minds weave in and out of each other’s lives finding deeper connections, learning darker, more desperate secrets about one another and struggling to identify with more than just oneself.” [Quelle: Variety] Der deutsche Presseservice von Netflix gab bisher weder zum Weihnachtsspecial noch zur zweiten Staffel Informationen bekannt.

Eine umfangreiche Produktion

Die erste Staffel der Netflix-Eigenproduktion ist ein Werk der für die Matrix-Trilogie bekannten Wachowski-Geschwister in Zusammenarbeit mit dem Babylon 5 Schöpfer J. Michael Straczynski. Auffallend bei der Serie sind ihre Globalität und kulturelle Offenheit. 8 Personen aus 8 verschiedenen Orten der Welt stehen alle auf der Liste der Hauptcharaktere. Gedreht wurde in 9 Städten, darunter Mumbai, Reykjavík, Kenia und Berlin. Die Serie spielt in der heutigen Zeit, nutzt ein Sci-Fi Setting (lymbische Resonanz), aber hat dabei einen sehr nüchternen, herben und ungeschmückten Ton. Die Charaktere werden durch Extremsituationen an ihre individuellen Grenzen gebracht und müssen diese mit Hilfe ihres neuen Sinnes, der lymbischen Resonanz, gemeinsam lösen.

Die Themen der Serie trauen sich an soziale Tabus heran und setzen sich neben dem Hauptaspekt auch mit den menschlichen und kulturellen Konflikten der verschiedenen Heimatorte der Charaktere auseinander. Einen genaueren Blick hinter die Kulissen der Mammutproduktion bietet die Dokumentation ‚Sense8: Eine Welt wird erschaffen‚, die neben der ersten Staffel ebenfalls bereits auf Netflix zu sehen ist.

-Klaudia Urban


Photo Credits & Copyright: © Murray Close/Netflix

COMEDY: SHELDON COOPER ERHÄLT EIGENE TV-SERIE

Der US-amerikanische Fernsehkonzern CBS und Film- und Fernsehunternehmen Warner Bros. haben sich zwar noch zu keinem offiziellen Kommentar bereiterklärt, allerdings berichten die Kollegen des Hollywood-Reporter darüber, dass es mit Sheldon Cooper auch nach The Big Bang Theory weitergehen soll. Ein Spin-Off soll sich in der Produktion befinden. Sheldon-Darsteller Jim Parsons wird laut den Quellen der einzige des Bing Bang Theory-Casts sein, der im Spinn-Off zurückkehren wird – allerdings nicht vor die Kamera, sondern als Executive Producer.

Thematisch wird sich die neue Serie um einen jungen Sheldon Cooper drehen, den wir während seiner Kindheit und Jugendtage verfolgen dürfen. Die Insider beschreiben das Projekt als eine Art Malcolm Mittendrin mit unserem Lieblings-Sheldon. Auch wurde bekannt, dass man sich vom traditionellen Sitcom-Muster abkehren wird: das Spin-Off wird ganz klassisch als Comedy-Serie gedreht. Es wird kein einzelnes Set samt Live-Publikum mehr geben. Zuletzt lief die 10. Staffel von Big Bang Theory im TV; wie es mit der Serie weitergeht, hatte man noch nicht mitgeteilt. Was meint Ihr dazu – seid Ihr gespannt, wie sich die neue Serie rund um Sheldon entfalten wird?


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VIDEO-ON-DEMAND-TIPP: SCHAURIGE HALLOWEEN-STIMMUNG AUF NETFLIX

Mysteryserien sorgen für Süßes und Saures

Klassisch und sympatisch: eine Gruppe Teenager sucht nach Antworten auf einen mysteriösen Vorfall.
Klassisch und sympathisch: Eine Gruppe Teenager sucht in Stranger Things nach Antworten auf einen mysteriösen Vorfall.

Die Hitserie Stranger Things kann für beiderlei sorgen: mit süßem Charme und 80er- Jahre-Flair verfolgt sie die Erlebnisse der Clique um Mike Wheeler. Mit Walkie-Talkies und BMX-Rädern ausgestattet jagen die Kinder einem mysteriösen Vorfall hinterher. Erlebt eine sauer-schaurige Geschichte, in der ein mysteriöses Verschwinden, ein geheimes Militärprojekt und ein unbekanntes Monster die tragende Rolle spielen. Also los geht’s: rauf auf die Couch, schnappt Euch die flauschigste Kuscheldecke und deckt Euch an diesem 31. Oktober mit Süßigkeiten ein – mit Stranger Things steht Grusel pur auf dem Programm!

Weiterhin klassisch bleibt es mit Supernatural: die beiden Brüder Sam und Dean reisen als Monsterjäger quer durch die USA um seltsamen Vorkommnissen auf die Schliche zu kommen. Darüber schwebt allerdings immer noch ein weiteres Ziel: den Dämon, der ihre Mutter in Kindheitstagen umgebracht hat, ein für alle Mal zur Strecke zu bringen.

Vier Freundinnen und das mysteriöse Verschwinden eines Mädchens sorgen in Pretty Little Liars für Unbehagen: Hanna, Aria, Spencer und Emily erhalten zudem Drohungen von einer unbekannten Person namens A…. Eine Suche nach der Wahrheit und dem Ursprung der seltsamen Vorfälle beginnt.

Untoten-Alarm am Montag-Abend

In From Dusk till Dawn sind keine Zombies am Werk - dafür aber sexy Vampire.
In From Dusk till Dawn sind keine Zombies am Werk – dafür aber sexy Vampire.

Für alle Untoten-Fans da draußen hat Netflix ebenfalls vorgesorgt! Begleitet Rick samt Sohn und seiner durchgemischten Gruppe Überlebender durch eine postapokalyptische Welt in The Walking Dead, die auf dem gleichnamigen Comic von Robert Kirkman stammt.

Als Alternative gäbe es da zudem auch noch die TV-Serie From Dusk Till Dawn von Robert Rodriguez, der schon für den gleichnamigen Film gelobt wurde. Auch in der daran angelehnten Serie sorgt er weiterhin für gelungenen Vampir-Grusel.

Diejenigen unter Euch, die mehr Comedy statt Grusel suchen, sollten auf jeden Fall einen Blick auf iZombie werfen. In der ebenfalls auf einem Comic basierender Geschichte verfolgen wir das Leben von Liv Moore, die als Zombie die Erinnerungen und Fähigkeiten von Verstorbenen übernimmt, sobald sie deren Gehirn isst. Ihre Gabe nutzt sie als Gerichtsmedizinerin, um auf diese Weise mysteriöse Mordfälle aufzuklären.

Last but not least hätte Netflix als Guckstoff da noch Z Nation: Drei Jahre nach der Zombie-Apokalypse wird bei dem infizierten Murphy ein Impfstoff ausprobiert, der Wirkung zeigt. Trotz sämtlicher Zombie-Bisse überlebt er. Fortan gilt Murphy als letzte Hoffnung der Menschheit! Es wird alles getan, um ihn sicher durch die neue, gefährliche Zombie-Welt nach Kalifornien zu bringen, um dort weiter mit dem Impfstoff zu experimentieren…

Psycho-Grusel mit Folgen

Black Mirror erzählt seine Geschichten im Episodenformat - jede Folge bietet eine eigenständige Geschichte.
Black Mirror erzählt seine Geschichten im Episodenformat – jede Folge bietet eine eigenständige Geschichte.

Jeder braucht ab und an eine gehörige Portion Schauer über den Rücken und hier hat Netflix allerhand Psycho-Horror bereitgestellt. In Black Mirror erleben wir viele Einzelgeschichten, die unsere moderne Welt auf den Kopf stellen, unserem Alltag eine neue Perspektive geben und bekannte Dinge in ein anderes Licht rücken. Alles zu Black Mirror könnt Ihr zudem in unserer ausführlichen Vorschau lesen!

Für weitere unangenehm-unterhaltsame Momente sorgt die Serie Bate’s Motel, deren Geschichte auf dem Kinoklassiker „Psycho“ basiert. Norma Bates und ihr Sohn Norman ziehen nach dem mysteriösen Tod des Vaters von Arizona nach Oregon in das kleine Städtchen White Pine Bay. Dort angekommen erkennen sie schnell, dass die Einwohner –  genau wie sie selbst – einige düstere Geheimnisse haben.

Zu guter Letzt wäre da auch noch American Horror Story. Jede Staffel der Horrorserie erzählt eine eigene, abgeschlossene Geschichte. In Staffel Eins erleben wir das Schicksal der Familie Harmon, die ein altes Gruselhaus bezieht. Schauplatz von Staffel Zwei ist eine psychiatrische Klinik im Jahre 1964, während sich Staffel Drei auf Hexengeschichten in der Gegenwart konzentriert. Staffel Vier erzählt die Reise einer Gruppe von „Carnies“, die mit ihrer Freak Show im Jahre 1952 durch die USA ziehen.

Klassischer Horrorfilmabend

Wer es dann doch lieber kompakt mag und sich einem ganz klassischen Horrorabend hingeben möchte, der wird bei Netflix ebenfalls fündig: Ganz egal ob The Cabin in the Woods, Insidious oder Paranormal Activity (2007) – für Horror wird gesorgt. Mit Die Frau in Schwarz (mit Daniel Radcliffe) und Shutter Island (Leonardo DiCaprio) kommen auch Fans von seichterem, unterschwelligem Horror auf ihre Kosten. Der 31. Oktober verspricht interessant und schaurig zu werden – egal für welche Produktion man sich entscheidet. Netflix hat für Halloween vorgesorgt und bietet ein Qualitätsprogramm on Demand, bei dem sicherlich jeder etwas finden kann!

– Ken Burgess


Photo Credits & Copyright: © Netflix, © El Rey Network and Miramax, © Laurie Sparham/Netflix

RED OAKS STAFFEL 2: TRAILER VERSPRICHT EINIGES

Für Amazons Coming-of-Age-Komödie Red Oaks startet der zweite Satz am 11. November dieses Jahres. Die neuen Folgen scheinen dabei genau dort weiterzumachen, wo die letzte Staffel aufgehört hat und zeigen im ersten Trailer genau das, was Fans der Serie so lieben: verdrehte, liebenswerte Charaktere, ein charmantes Country-Club-Szenario sowie den unwiderstehlichen Vibe der 80er Jahre.

Im Mittelpunkt steht wie bereits in der ersten Staffel der junge Erwachsene David Meyers, gespielt von Craig Roberts (Kill Your Friends, 2015; Umweg nach Hause, 2016). Er versucht herauszufinden, was er mit seinem Leben in den kommenden Jahren anfangen möchte. Seinem Vater nachzueifern und eine Karriere als Buchhalter einzuschlagen, kommt für ihn nicht in Frage. Aber vielleicht geht da was mit der Filmerei.

Neben Hauptfigur David kehren auch Fan-Lieblinge wie der stets zugekiffte Wheeler (Oliver Cooper), Tennis Coach Nash (Ennis Esmer) und Davids großer Schwarm Skye (Alexandra Socha) zurück. Komplementiert wird der Cast von den TV- und Leinwand-Veteranen Richard Kind (Gotham, Scrubs – Die Angänger) und Paul Reiser (Whiplash, 2014; Dirty Cops).

Den Trailer zur zweiten Staffel gab es erstmal nur exklusiv unter folgendem Link bei der Entertainment Weekly zu sehen:

Red Oaks Staffel 2 Trailer


Photo Credits & Copyright: © 2016 Amazon Video

MR. ROBOT – STAFFEL 2: EINE REVOLUTION FORDERT IHRE OPFER

Achtung – enhält Spoiler für Mr. Robot Staffel 1 & 2

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit…

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Was ist alles nötig, um die Kontrolle über sich selbst zu behalten? Der Einsatz ist die eigene Existenz.

Produziert wird Mr. Robot von Universal Cable Productions; Executive Producer Steve Golin und Chad Hamilton realisieren das Drehbuch von Sam Esmail, von dem auch die Idee für die Serie kommt. Inspiriert wurde er – vielleicht auch aufgrund seiner ägyptischen Wurzeln – vom Arabischen Frühling, bei dem die Gesellschaft durch die Nutzung sozialer Medien in die politische Situation eingreifen konnte. Die Hauptrolle Elliot Alderson erinnert stark an den Hauptcharakter in Fight Club, der an Schizophrenie leidet und mit seinem Ater Ego ebenfalls eine anarchistische Organisation gründet, ohne zu realisieren, dass sein Partner nur in seinem Kopf existiert. In der finalen Folge der ersten Staffel, als Elliot erkennt, dass Mr. Robot und er ein und die selbe Person sind, läuft ein Cover vom bekannten Hit der Pixies ‚Where is my mind‘ ab, der ebenfalls in den letzten Szenen von Fight Club zu hören war. Eine ganz bewusste Anspielung für uns?

Kontrolle ist eine Illusion

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Elliot Alderson ist ein Hacker, der die Welt verändern will und sich dabei in seinen Plänen verliert.

In der ersten Staffel von Mr. Robot lernen wir Elliot Alderson (Rami Malek) kennen. Ein Eigenbrötler mitten in New York, der wegen seiner Soziophobie lieber die Leute in seiner Umgebung hackt anstatt mit ihnen zu sprechen. Allerdings nutzt Elliot seine außergewöhnlichen Hackerkenntnisse um Gutes zu tun, lässt nebenbei Kriminelle auffliegen und beschützt die, die ihm am Herzen liegen. Elliots beste Freundin Angela Moss (Portia Doubleday) verschafft ihm einen Job bei einer Internet-Security Firma, deren größter und wichtigster Kunde E-Corp ist. Bald darauf wird Elliot Teil der Untergrund Gruppe fsociety, deren Ziel es ist, den Großkonzern E-Corp zu stürzen und somit sowohl die Schulden als auch das Vermögen aller Menschen verschwinden zu lassen. Eine radikale Umverteilung. Geführt wird die Gruppe von Mr. Robot (Christian Slater). Eine Achterbahnfahrt von Hack-Angriffen, verdrehter Wahrnehmung seitens Elliots, Drogentrips und Erpressungen von Straßengangsterbossen folgt – und plötzlich startet Elliot den finalen Hack und löst damit eine Revolution aus. Das Ende der ersten Staffel ist das aber wider Erwarten nicht. Drei Tage nach der Vernichtung aller Daten und deren Kopien von E-Corp durch fsociety wacht Elliot ohne Erinnerung an die vergangenen Tage auf.

Nachdem ihm bewusst wird, dass er selbst die ganze Zeit der Anführer von fsociety war und Mr. Robot nur ein Hirngespinst ist, versucht er die Wahrheit über die verlorenen drei Tage, die seit dem Hack vergangen waren, herauszufinden. Zu Beginn der zweiten Staffel zieht Elliot bei seiner Mutter ein um zu verhindern, dass sein Alter Ego die Kontrolle übernimmt. Zusätzlich schafft er sich einen peniblen Alltagsplan – das fordert aber auch den Rückzug von der Revolte gegen E-Corp. Elliots Schwester Darlene (Carly Chaikin), die von Anfang an Teil der Organisation war, führt währenddessen die Revolution weiter an. Abseits von alldem bekommt Angela einen Job bei E-Corp, der sich scheinbar nicht so ganz mit ihrer Klage gegen das Großunternehmen verträgt.

Die Serie trifft den Zeitgeist des 21 Jahrhunderts

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In einem Interview berschreibt Rami Malek die Serie als polarisierend. Er hätte nicht erwartet, dass sie tatsächlich produziert wird, da sie ihrer Zeit beinahe vorraus zu sein scheint.

Die erste Staffel von Mr. Robot bot eine spannende und aufregend verwirrende Reise in die Welt des Hackens. Im Vergleich dazu fällt dieser Spaß in der zweiten Staffel eher gering aus, da Elliot – zumindest in den ersten Folgen – komplett analog bleibt. Etwas schade war für mich auch, dass der Bezug unter den einzelnen Charakteren sehr gelitten hat. Während Elliot seinen eigenen Kampf mit Mr. Robot führt, versucht Darlene das postrevolutionäre Chaos zu meistern und Angela sitzt zwischen den Fronten ihrer Klage und ihres neuen Jobs. Dabei wirken alle sehr isoliert voneinander. Erst ab der siebten Folge kam für mich wieder Fahrt auf. Der Zug kam ins Rollen indem Elliot endlich mit seinem Alter Ego Frieden schloss – das Vertrauen war wieder hergestellt.

Es ist erstaunlich wie bei dieser Serie alles Hand in Hand geht – die Kameraeinstellung unterstützt die Momente, in denen die Realität mit Wahnvorstellung verschmilzt. Auf subtile Art und Weise werden wir immer über die wichtigen Einzelheiten informiert; uns entgeht nichts – dafür sorgen Kamera und Musik. Das bringt mich auch gleich zum hervorragenden Soundtrack für den sich Mac Quayle verantwortlich zeigt. Die Schauspieler leisten ganze Arbeit um das Erlebnis so packend wie möglich zu machen. Rami Malek (The Pacific, Until Dawn) ist durch seinen ausgefallen Charakter wie gemacht für die Rolle von Elliot und Carly Chaikin überrascht nach ihrer Rolle in Suburgatory mit ihrer taffen Performance als Darlene. Bis jetzt wurde ich aber auch von keinem anderer Charakter im Cast enttäuscht.

Aufgrund der außergewöhnlichen Publikumsresonanz ist bereits eine dritte Staffel für Mr. Robot angekündigt. Dabei sollen sogar aktuelle Ereignisse wie zum Beispiel der Wahlkampf von Donald Trump sowie Terrorismus eine Rolle für die Handlung spielen. Im deutschen Free-TV startet Mr. Robot im kommenden Jahr auf RTL Nitro.

A revolution has begun – Change is coming. Will you be part of the Problem? Or part of the revolution?


Photo Credits & Copyright: USA Network Media / © 2016 USA Network Media, NBC Universal.

BLACK MIRROR: STAFFEL 3 – CARLIE BROOKERS DRITTE RUNDE

Der IT-Alptraum geht mit neuen Folgen weiter!

Die einzelnen Episoden werden, wie wir es schon aus den ersten beiden Staffeln gewohnt sind, voneinander unabhängig sein und teilweise sogar in unterschiedlichen Realitäten spielen. Einen kleinen Vorgeschmack auf die frisch produzierten sechs neuen Folgen der dritten Staffel gewährt uns der offizielle Trailer der Netflix-Originalserie.

Immer wieder verdrehen uns die alternativen Realitäten den Kopf

Black Mirror verfolgt die Handlungen von vielen verschiedenen Einzelpersonen.

Bisher hat uns die Serie eine nicht allzu ferne Welt gezeigt, in der Videospiele dazu genutzt werden, die Arbeiterklasse zu unterdrücken oder jeder Einzelne mit implantierten Mikrochips durchs Leben geht. So werden wir auch in der dritten Staffel von Black Mirror eine Realität beobachten können, die sich von unserer vielleicht sogar nur in ein paar Entscheidungen, was Social Media und Überwachung angeht, unterscheidet.

Dass das Konzept der digitalen Übermacht unsere Generation so angefixt hat, ist nicht sehr verwunderlich. Die allgegenwärtigen Medien und die ständige Erreichbarkeit bilden schon lange eher den Normalzustand als die Ausnahme – und doch sind die genauen Prozesse hinter dem ‚schwarzen Spiegel‘ für den Ottonormalverbraucher ein Mysterium, das er nicht durschauen kann. Den Erfolg der britischen Science-Fiction Serie wurde bereits durch den internationalen Emmy Award, einem Peabody Award und außerdem einer Goldenen Rose prämiert. The Telegraph schrieb über Black Mirror als „mutige, schwarzhumorige Studie über die modernen Medien.“

Wer steckt hinter dem schwarzen Spiegel

Black Mirror
Der schwarze Spiegel reflektiert unsere Realität – ein dunkler, verzerrter Abklatsch.

Die Regisseure der 3. Staffel sind Joe Wright (Abbitte), Dan Trachtenberg (10 Cloverfield Lane) und James Watkins (Die Frau in Schwarz). Für noch ein bisschen mehr Vorfreude sorgen die Features im Cast wie zum Beispiel Jerome Flynn (Game of Thrones – Das Lied von Eis und Feuer) oder Michael Kelly (House of Cards). Produziert wird die Serie vom englischen Fernsehunternehmen Zeppotron, ursprünglich für den UK-Fernsehsender Channel 4.

In einem Interview mit der Zeitung The Guardian erzählte der Schöpfer von Black Mirror – Charlie Brooker (Screenwipe, Dead Set) –  eine wie ich finde außergewöhnlich einleuchtende Geschichte zur Namensgebung der Serie: „Wenn Technik eine Droge ist – und es fühlt sich wie eine Droge an – was genau sind dann die Nebenwirkungen? Dieser Bereich – zwischen Vergnügen und Unbehagen – ist der Schauplatz meiner neuen Dramaserie Black Mirror. Der schwarze Spiegel im Titel ist der, den man an jeder Wand, auf jedem Tisch, in jeder Handfläche findet: der kalte, glänzende Bildschirm eines Fernsehers, eines Computerbildschirms, eines Smartphones.“

– Christina Ihrler


Photo Credits & Copyright: Laurie Sparham/Netflix, David Dettmann/Netflix,  © 2016 Netflix

THE PUNISHER: NEUE SETFOTOS ENTHÜLLEN GASTAUFTRITT

Mit diesen Fotos wurde indirekt bestätigt, dass der Daredevil-Charakter Karen Page – gespielt von Deborah Ann Woll – wohl auch in der im Januar kommenden Serie The Puhisher zu sehen sein wird. Auf den Fotos sieht man sie mit Hauptdarsteller Jon Bernthal, der bereits in Marvels Daredevil den Punisher gab. Karen Page unterstützte Frank Castle in Daredevil dabei, von seinem Pfad der Rache abzuweichen, weil sie hoffte, er könne zurück in ein normales Leben finden. Offenbar konnten sie ihre freundschaftliche Beziehung aufrecht erhalten.


Photo Credits & Copyright: Header © 2016 Netflix

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