GEBURTSTAGS-SPECIAL-PROGRAMMTIPP: DER KING OF HORROR FEIERT SEINEN 70. GEBURTSTAG

Ausgehend von seinem heutigen Erfolg würde man nicht vermuten, dass der „King of Horror“ es nicht immer leicht im Leben hatte und sein Aufstieg durchaus steinig war. Bereits im Kindesalter entdeckte er seine Liebe zum Schreiben, seine erste Erzählung wurde im Alter von 19 Jahren veröffentlicht. Die Vermutung einiger Außenstehender, dass die Inspiration zu seinen psychologisch düsteren Werken auf diversen traumatischen Erfahrungen in Kindheit beruht, hat King selbst nie bestätigt. Tatsache ist, dass ihm der kommerzielle Erfolg nicht in den Schoß gefallen ist.

Nach seinem Studium heiratete er seine College-Liebe Tabitha und schlug sich als Englischlehrer und mit Hilfsjobs (so bügelte er nachts in einer Wäscherei) durch. Nebenbei schrieb er, seine Werke fanden jedoch keine Abnehmer. Zu dem Zeitpunkt, als er „Carrie“ verfasste, lebte King in einem Mietswohnwagen. Tatsächlich hätte sein erster Roman-Erfolg wohl nie das Licht der Welt erblickt, hätte seine Frau es nicht im Müll gefunden und ihn ermutigt, das Werk zu vollenden. 1973 wurden die Rechte an „Carrie“ vom Verlag Doubleday für 400.000 Dollar erworben, 1976 wurde das Buch verfilmt; diese Filmadaption gilt bis heute als Meilenstein des Horrorfilms. Auch sein dritter Roman „The Shining“ wurde ein Bestseller, die Filmadaption 1980 von Stanley Kubrick wird als einer der größten Einflüsse auf die Popkultur angesehen – obwohl Stephen King selbst sich nicht so recht damit anfreunden konnte.

King ist bei weitem nicht nur Schöpfer des Übernatürlichen – Werke wie seine Novellenvorlage zu „Die Verurteilten“ beweisen das Gegenteil. Auch wenn er mittlerweile manchmal für seine Fließband-Literatur kritisiert wird (er schafft es, fast jedes Jahr mindestens einen Roman zu veröffentlichen), bleibt sein herausragender Beitrag zur modernen Erzählliteratur unbestritten.

Für diejenigen, die „Es“ mit Anspannung erwarten: Eine Woche vor dem heiß ersehnten Kinostart feiert King seinen 70. Geburtstag – und die Redaktionen von Sternenwerft und TNT Film mit ihm. TNT Film hat für diesen besonderen Tag ein großartiges Programm voller Spannung und Nostalgie zusammengestellt, wobei nicht nur Horror-Fans auf ihre Kosten kommen werden.

Um 17:55 Uhr wird das 7-fach Oscar-nominierte Drama „Die Verurteilten“ (1994) den Startschuss in den packenden Abend geben. Tim Robbins spielt darin den Bänker Andy, der zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, da er seine Frau und ihren Geliebten ermordet haben soll. Im Gefängnis lernt er den Mithäftling Red (Morgan Freeman) kennen und eine bewegende Freundschaft entwickelt sich. Mit seinem Verhandlungsgeschick und Erfindungsreichtum gelingt es Andy aus vielen misslichen Situationen zu entkommen.
Wem der Film nichts sagt, sollte dringend am 21. einschalten! Er wurde auf ImdB nicht umsonst mit einem Rating von 9,2 zum besten Film gekürt – einem Titel, den er seit 2008 erfolgreich verteidigt.

Zur Prime Time um 20:15 Uhr gibt es dann den „Friedhof der Kuscheltiere“ (1989). Die Handlung dreht sich um die Familie Creed, die gerade in ihr neues Landhaus gezogen ist. Doch neben der nahegelegenen Landstraße macht ihnen auch ein mysteriöser Tierfriedhof Sorgen. Der Familie wird das Schweigen der Nachbarn um diesen klar, nachdem sie erfahren, dass die dort vergrabenen Tiere nach kurzer Zeit zurückkehren. Doch sie scheinen nicht mehr ganz die Alten zu sein.

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„Friedhof der Kuscheltiere“ heißt im englischen Originaltitel übrigens 1:1 Pet Sematary

Außerdem: „Friedhof der Kuscheltiere“ wurde nicht nur von King geschrieben, sondern er hat auch einen kleinen Cameo-Auftritt. Ohne viel zu verraten: Beobachtet die Beerdigungsszenen mal genauer!

Um 22:05 Uhr folgt darauf der Horror-Klassiker „Hearts in Atlantis“ (2001), in dem der Fotograf Bobby Garfield (Anton Yelchin) durch den Tod seines alten Freundes an seine Kindheit erinnert wird, welche er in Gedanken erneut durchlebt. Als Elfjähriger macht er die Bekanntschaft mit der väterlichen Figur Ted (Anthony Hopkins), ein Mann mit anscheinend telepathischen Kräften, und wächst in diesem Coming-of-Age-Sommer an seinen Erfahrungen.

Um 23:45 Uhr zeigt TNT Film „Dolores“ (1995) mit David Strathairn (L.A. Confidental) und Christopher Plummer (Beginners), in dem die namensgebende Figur (Kathy Bates) verdächtigt wird, ihre Arbeitgeberin ermordet zu haben. Als ihre Tochter Selena als Beistand aus New York anreist, tauchen einige Erinnerungen aus ihrer schweren Vergangenheit auf. Eine stark porträtierte Tochter-Mutter-Beziehung und ein weiterer Film, in dem King beweist, dass seine Werke auch ohne Übernatürliches auskommen.

Fun Facts zu Stephen King

Seine Frühwerke, die damals von Verlegern abgelehnt wurden, veröffentlichte King später unter dem Pseudonym Richard Bachman – mit Erfolg. Als später durch die Nachforschungen eines Buchhändlers aufgedeckt wurde, wer dahintersteckt, entwickelten sich die Verkaufszahlen natürlich exponentiell.

Stephen King betätigt sich als Musiker in der 1992 gegründeten Amateur-Band „Rock Bottom Remainders“. Sie besteht nur aus Schriftstellern, u.a. ist auch Matt Groening (Die Simpsons) mit von der Partie. King spielt E-Gitarre und singt.

Wusstet ihr, dass der Großmeister des Horrors Angst vor der Zahl 13 hat? (http://www.nytimes.com/books/97/03/09/lifetimes/kin-v-friday13th.html)

Zum Abschluss und auch Höhepunkt des Abends gibt es dann um 01:55 Uhr die Dokumentation „A Night at the Movies: Stephen Kings Welt der Horrorfilme“ (2011). Hier fühlt Stephen King höchstpersönlich dem Horrorfilm-Genre auf den Zahn und lässt die Zuschauer daran teilhaben, was für ihn das Faszinierende an dieser skurrilen Kunst ist. Eine abwechslungsreiche Reise durch Elemente, die seines Erachtens wahre Furcht erzeugen: Dabei begegnen wir klassischen Monstern, Dämonen, Schwarz-Weiß-Verfilmungen, Splattern – doch auch die Verfilmungen seiner Werke bleiben nicht auf der Strecke.

Alles in allem ist der 21. September auf TNT Film eine wunderbare Möglichkeit, sein Wissen über Kings Werke aufzufrischen und gleichzeitig mit ihm sein 70. Jubeljahr zu feiern. Bis dahin ist noch Zeit, genügend Popcorn zu besorgen, um den Abend zu überstehen!


© Photo Credit: © Turner

PROGRAMMTIPP: BATMAN-SPECIAL – WAS MACHT EINEN HELDEN WIRKLICH AUS?

Was macht einen (Super-)Helden eigentlich aus? Lange Zeit stellte man sich darunter eine Figur vor, die übermenschliche Fähigkeiten besitzt und/oder mit besonderen Technologien ausgestattet ist, mit welchen sie klassischerweise das Böse bekämpft. Nicht selten gehört dazu ein charakteristisches Kostüm, z.B. ein flatterndes Cape, unter welchem sich ihre wahre geheime Identität verbirgt, und natürlich ein edles, selbstloses und furchtloses Herz. Diese archetypische Schwarz-Weiß-Definition von Gut und Böse wurde in den letzten Jahrzehnten kräftig erschüttert – unter anderem durch Batman.

„I‘m Batman!“

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Geboren 1939 aus den Federn von Autor Bill Finger und Zeichner Bob Kane, lösten Batmans Konzept und Charakter heiße Diskussionen aus – trotz, oder gerade wegen der Abwesenheit diverser oben genannten Eigenschaften. Denn Batman (alias Milliardär, Frauenheld und Philanthrop Bruce Wayne) verfügt über keinerlei Superkräfte. Seine kämpferischen und taktischen Fähigkeiten sind Ergebnisse harten körperlichen und mentalen Trainings. Batman ist nicht einmal furchtlos, doch er stellt sich seiner Angst und nutzt sie, um aus ihr die Kraft zu schöpfen, mit der er Schurken wie den Joker, den Pinguin oder Bane in die Knie zwingt. Dieses Heldenkonzept übt erstaunliche Anziehungskraft aus, denn es zeigt uns: Jeder kann ein Held sein.

Die Ambivalenz seiner Figur erstreckt sich auch auf seine Motivation, Gotham City vom Verbrechen zu säubern. Sein Edelmut ist leidenschaftlich umstritten, leistete er den Schwur dazu schließlich nach dem tragischen Tod seiner Eltern, die vor seinen Kindesaugen in einer Gasse erschossen wurden. Gerechtigkeitssinn und Rachegelüste halten sich bei dem Dunklen Ritter oft die Waage, seine Methoden sind meist fragwürdig. Doch gerade das löst bei uns Faszination für ihn aus: Immer wieder wurde er sowohl als Comic-Held als auch in Realverfilmungen neu erschaffen und neu interpretiert.

Selbst sein Kostüm vollzog über die Jahrzehnte mehrere Transformationen. Aus dem Strumpfhosenheld im graublauen Spandexanzug mit gelbem Emblem, wie es von Adam West in der 60er-Serie und im Film ‚Batman hält die Welt in Atem‘ 1966 verkörpert wurde, ist mittlerweile eine düster angehauchte Figur entstanden. Darauf haben auch die Regisseure Tim Burton und Christopher Nolan nicht unbeträchtlich Einfluss gehabt. Oft in tiefem Schwarz, mit einschüchternden Fledermausohren und Hightech-Equipment ausgestattet, gehört Batman heute zu den beliebtesten Superhelden bei Comic- und Filmfans.

Quo vadis, Batman?

Die letzte Neuadaption des Dunklen Ritters erfolgte 2016 in ‚Batman v Superman: Dawn of Justice‘ unter der Regie Zack Snyder, als Teil des DC Extended Universe (DCEU), welches unabhängige Crossover-Handlungen zwischen verschiedenen Figuren der DC-Universen ermöglichen soll. Trotz sehr gemischter Kritiken (6,6 auf IMDb) – unter anderem wurde Batmans untypisch rabiate Vorgehensweise von verschiedenen Kritikern bemängelt – spielte der Film letzten Endes mit ca. 850 Millionen US-Dollar ein gutes Vielfaches des Filmbudgets ein und die beiden Hauptdarsteller Ben Affleck (Batman) und Henry Cavill (Superman) erhielten viel Lob für ihre schauspielerischen Leistungen (Stand Mai 2016).

Anknüpfend daran soll nun unter Warner Bros. und DC der Standalone-Film ‚The Batman‘ erscheinen – das Ganze verläuft aber nicht ohne Tumult. Ben Affleck beteiligte sich diesmal als Co-Drehbuchschreiber und Darsteller, sogar als Regisseur, trat jedoch im Januar 2017 zurück. Ersetzt wurde er durch Matt Reeves (Let Me In, Planet der Affen: Revolution), der erst kürzlich mit einer missverständlichen Aussage über Batmans Rolle im DC Extended Universe von sich reden machte. Viele Fans hatten sich auf einen traditionelleren Batman gefreut, den Affleck versprochen hatte, und sahen diese Hoffnung wieder zerstört. Reeves klärte jedoch auf, dass er lediglich betonen wollte, dass es sich um eine eigene Batman-Geschichte handeln solle, wo nur dieser statt der anderen Figuren (Justice League) im Mittelpunkt stehen dürfe. Es bleibt also alles noch ein wenig ungewiss, aber das schwarze Cape wird auf jeden Fall weiterhin über Gotham Citys Dächern flattern.

Da bis zum Filmrelease noch Zeit sein wird, entführt uns TNT Film am 1. und 2. September mehrfach nach Gotham City.

Am Freitag, den 1. September, geht es um 20:15 Uhr los mit Tim Burtons „Batman“ (USA/UK 1989), ein Film der Superlative in jeglicher Hinsicht. Batman (Michael Keaton) trifft hier auf seinen Erz-Nemesis, den wahnsinnig gewordenen Joker (Jack Nicholson), der die ganze Stadt mit toxischen Chemikalien auslöschen möchte. Zeitgleich gerät Batman selbst ins investigative Kreuzfeuer, da man seine geheime Identität herausfinden will. Gar nicht so einfach, wenn man eine Liaison mit einer Journalistin (Kim Basinger) beginnt, die es sich zum Auftrag gemacht hat, ihn zu enttarnen.

Nicht nur die starken Leistungen der Starbesetzung überzeugte die globale Filmwelt von einem neuen ikonischen Batman auf der Leinwand. Die Kulissen brachten dem Film einen Oscar ein und Danny Elfmans Musik gewann einen Grammy – ein künstlerisches Erlebnis für alle Sinne.

Michael Keaton als Batman
Michael Keaton als Batman

Um 22:20 Uhr folgt die Fortsetzung „Batmans Rückkehr“ (USA 1992), welche die Atmosphäre des ersten Films perfekt weiterträgt. Hier trifft Batman (weiterhin Michael Keaton) auf direkt drei Gegenspieler: den korrupten Industrieriesen Max Shreck (Christopher Walken), den psychopathischen Pinguin (Danny DeVito) und Catwoman (Michelle Pfeiffer), mit welcher ihn eine ewige Hassliebe verbindet. Wiedermal sind die Pläne der Verbrecher maßlos. Die Stadt soll durch ein riesiges Kraftwerkmonopol unter Kontrolle gebracht, die Erstgeborenen ermordet und natürlich Batman zur Strecke gebracht werden. Auf welche Seite wird sich Catwoman am Ende stellen?

Auch wenn der Film kommerziell nicht ganz an den Vorgänger anknüpfen konnte, ist er künstlerisch wieder grandios gelungen. Burton wurde freie Hand gelassen – und das sieht man. Ein düsterer Augenschmaus mit geballtem schauspielerischen Können.

Um 0:30 Uhr gibt es ein wenig Abwechslung mit „Batman & Robin“ (USA/UK 1997), eine mittlerweile rar gewordene Adaption, die Batman (George Clooney) als Duo mit Robin (Chris O’Donnell) auf die Leinwand rückt. Das ist vielleicht auch nötig, denn wieder muss der Held es mit drei Widersachern aufnehmen: die Giftexpertin und Öko-Terroristin Poison Ivy (Uma Thurman), dem Kryologen Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) und Bane (Jeep Swenson). Viel Eis und Wissenschaft und ein dramatisches Beziehungs-Intermezzo auch bei den Verbrechern untereinander, zumal auch noch Batgirl (Alicia Silverstone) kräftig mitmischt.

Am 2. September läutet TNT Film den Samstagabend um 20:15 Uhr mit „Batman Begins“ (USA/UK 2005) ein, Christopher Nolans vielfach gelobter Trilogie-Auftakt mit Christian Bale in der Hauptrolle. Nolan setzt noch einmal neu an, Bruce Waynes Weg zu Batman zu inszenieren. Zur Seite stehen ihm sein treuer Butler und Mentor Alfred Pennyworth (Michael Caine), Entwicklergenius Lucius Fox (Morgan Freeman) und Polizist James Gordon (Gary Oldman). Der Film wurde für die Realitätsnähe und den Tiefgang hoch gewürdigt, vor allem der sehr persönliche Einblick in Batmans Charakter gilt als meisterlich umgesetzt.

Besondere Erwähnung verdienen der Einsatz von Christian Bale, der eine harte körperliche Transformation durchmachen musste und letztendlich alle Stunts selbst durchführte, sowie das optisch extraordinäre „Batmobil“, eine tatsächlich fahrtüchtige Mischung aus einem Hummer, einem Lamborghini und einem Tarnkappenbomber.

Um 22:35 Uhr folgt die Fortsetzung und zugleich Senderpremiere „The Dark Knight“ (USA/UK 2008), vor dem dritten Teil der wohl erfolgreichste und gefeierteste Batman-Film überhaupt. Zu Batman (weiterhin Christian Bale) und Gordon (Gary Oldman) gesellt sich noch Harvey Dent (Aaron Eckhart), die sich den perfiden Spielchen des psychopathischen Jokers (Heath Ledger) aussetzen müssen, der plötzlich überall seine kriminellen Finger im Spiel hat und brutale Wellen des Chaos verbreitet. Das Spiel wird am Ende sehr persönlich, denn der Joker zwingt Batman dazu, in seine tiefsten Abgründe zu blicken. Die Dreiecksbeziehung zwischen Dent, Batman und seiner Jugendliebe Rachel Dawes (Maggie Gyllenhaal) führt zu weiteren tragischen Entwicklungen.

Filmgeschichte: Heath Leadger und Christian Bale - für viele waren sie die perfekte Besetzung als Joker und Batman.
Filmgeschichte: Heath Leadger und Christian Bale – für viele waren sie die perfekte Besetzung als Joker und Batman

Über 81 Auszeichnungen hat der Film erhalten, darunter zwei Oskars. 32 davon gehen auf die Kappe von Heath Ledgers, der eine Meisterleistung in dem letzten Film vor seinem Tod hinlegte. Der Film rangiert auf sämtlichen Bestenlisten, unter anderem werden der wendungsreiche Plot und Batmans emotionale Ambivalenz positiv bewertet. Ein absolutes Must-see!

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© Photo Credit: © 1989 DC Comics Inc. All Rights Reserved. & TVN/WB

HOLLYWOODS IKONEN – TNT FILM FEIERT DEN 45. GEBURTSTAG VON CAMERON DIAZ!

Bereits mit 16 Jahren verließ sie das Elternhaus und kämpfte sich als Model durch die Welt, bis sie 1994 überraschend und ohne jegliche schauspielerische Erfahrung die weibliche Hauptrolle neben Jim Carrey im Komödienhit ‚Die Maske‘ ergattern konnte. Es war nach einem kleineren Kurzfilm-Projekt Diaz‘ erste große Rolle in einem Feature-Film, der weltweit rund 351 Millionen US-Dollar einspielte. Bereits in diesem Film brilliert Cameron Diaz mit ihrer Ausstrahlung und zieht auch heute noch damit in ihren Bann. Die Rolle der Tina Carlyle verschaffte ihr nicht zuletzt den Titel der ‚Perfect Woman‘ auf YouTube.

Der ganz große Durchbruch gelang ihr dann 1998 in der Farrelly-Komödie ‚Verrückt nach Mary‘ an der Seite von Ben Stiller. Kaum eine andere Szene dürfte 1998 das Kinopublikum mehr zum Lachen gebracht haben, als Diaz, in der Rolle der Mary, sich von Ben Stiller, alias Ted, ein wirklich ganz besonderes Haargel für ihre Frisur ausborgte. ‚Verrückt nach Mary‘ stellt bis heute eine der beliebtesten Komödien dar mit einer 7,1/10-Wertung auf IMDb bei über einer viertel Million Stimmen.

Hollywood überhäufte sie mit Angeboten, darunter viele Komödien. So sorgte Diaz 2011 als unmoralische Lehrerin in „Bad Teacher“ auch bei neuen Generationen für viel Spaß auf den Kinositzen. Zuletzt teilte sich ‚How I met your mother‘-Liebling Jason Segel 2014 in ‚Sex Tape‘ die Leinwand mit Diaz und durchlebte, zumindest im Film, als ganz normales Ehepaar den Albtraum vieler Promis, wenn das Schäferstündchen versehentlich im Netz landet. Die Odyssee zur Wiederbeschaffung des Tapes ist in jedem Fall sehenswert, auch wenn das Publikum und die Kritiker gleichermaßen bei ihrem Urteil über den Film gespalten waren mit 5,1/10 bei IMDb.

Doch die Powerfrau mit ansteckender Energie begnügte sich nicht nur mit Komödien und Blockbustern wie ‚Love Vegas‘ und ‚3 Engel für Charlie‘ – sie überzeugte auch in Dramen wie ‚Gangs of New York‘ und ‚The Counselor‘, Thrillern wie ‚Vanilla Sky‘ und ‚Minority Report‘ und Kultfilmen wie ‚Being John Malkovich‘ und ‚Fear and Loathing in Las Vegas‘, die auch von jüngeren Generationen und Kritikern gefeiert wurden. Mit nun 45 Jahren hinter sich hat sie eine beachtliche Anzahl Filmen hinterlassen und wirkt immer noch frisch und fröhlich wie beim ersten.

Hollywood überhäufte sie mit Angeboten, darunter viele Komödien. So sorgte Diaz 2011 als unmoralische Lehrerin in „Bad Teacher“ auch bei neuen Generationen für viel Spaß auf den Kinositzen. Zuletzt teilte sich ‚How I met your mother‘-Liebling Jason Segel 2014 in ‚Sex Tape‘ die Leinwand mit Diaz und durchlebte, zumindest im Film, als ganz normales Ehepaar den Albtraum vieler Promis, wenn das Schäferstündchen versehentlich im Netz landet. Die Odyssee zur Wiederbeschaffung des Tapes ist in jedem Fall sehenswert, auch wenn das Publikum und die Kritiker gleichermaßen bei ihrem Urteil über den Film gespalten waren mit 5,1/10 bei IMDb.

Doch die Powerfrau mit ansteckender Energie begnügte sich nicht nur mit Komödien und Blockbustern wie ‚Love Vegas‘ und ‚3 Engel für Charlie‘ – sie überzeugte auch in Dramen wie ‚Gangs of New York‘ und ‚The Counselor‘, Thrillern wie ‚Vanilla Sky‘ und ‚Minority Report‘ und Kultfilmen wie ‚Being John Malkovich‘ und ‚Fear and Loathing in Las Vegas‘, die auch von jüngeren Generationen und Kritikern gefeiert wurden. Mit nun 45 Jahren hinter sich hat sie eine beachtliche Anzahl Filmen hinterlassen und wirkt immer noch frisch und fröhlich wie beim ersten.

Letzten Endes war Cameron Diaz ein Paradebeispiel der 90er für ein erfolgreiches Model, das es auf die große Leinwand schaffte. Mit ihren jungen 16 Jahren war sie bereits tätig für Firmen wie Calvin Klein und Levi’s und reiste enorm viel um die Welt. Später sammelte sie erste Erfahrungen vor der Kamera in Werbeclips für Nivea und Coca-Cola. Heutzutage denken wir bei Schauspielerinnen mit ehemaligen Modelkarrieren vielleicht an Rosie Huntington-Whiteley und Michael Bay, der sich für das Victoria’s-Secret-Model in Transformers – Dark of the Moon als weibliche Hauptrolle entschied. Oder aber an Gal Gadot, die vor ihrer filmischen Karriere enorm erfolgreich in der Modewelt tätig war und auch weiterhin ist, mittlerweile aber für Recht und Ordnung als Wonder Woman in der Justice League ab 16. November 2017 auf der großen Leinwand kämpft. Mag sich über die Schauspielqualitäten der verschiedenen Models, die es ins Kino geschafft haben, oft streiten lassen, so kann man zumindest sagen, dass Cameron Diaz den Sprung mehr als erfolgreich gemeistert hat.

Wer jetzt denkt, Cameron Diaz stehen nur Komödien, der irrt. Zwei Filme, die ihr auf jeden Fall sehen solltet, zeigt TNT Film zum feierlichen Anlass des 45. Geburtstags der umwerfenden Blondine. Beide laufen am 30. August ab 22:20 Uhr nur auf TNT Film.

Los geht es 22:20 Uhr mit „Invisible Circus“, einem Independent-Film aus dem Jahre 1999, basierend auf dem gleichnamigen Debut-Roman von Jennifer Egan. Der Film folgt der 18-jährigen Phoebe auf einem Trip nach Europa, wo sie versucht die Spur ihrer geliebten Schwester Faith (gespielt von Cameron Diaz) aufzunehmen, die bei einer Rundreise dort in den 70ern Jahren verschwand. Durch die Postkarten von Faith besucht Phoebe jeden Ort von dem ihre Schwester berichtete. Nach und nach lüftet sich das Geheimnis und offenbart nicht nur die Antworten über Faiths Schicksal, sondern lässt auch Phoebe mehr über sich selbst und das Leben erfahren.

Ein gefühlvoller und spannender Film von Adam Brooks, der Cameron Diaz‘ Liebe zum Indie-Film erkennen lässt, den sie auch in anderen Werken wie ‚The Last Supper‘, ‚Feeling Minnesota‘ und ‚Kopf über Wasser‘ unter Beweis stellte.


Danach zeigt TNT Film Kontrastprogramm mit Oliver Stones ‚An jedem verdammten Sonntag‘,
in dem Diaz neben Hollywoodgrößen wie Al Pacino, James Woods, Dennis Quaid und Jamie Foxx agiert. Der wahre Bilderregen dieses Films analysiert gekonnt die amerikanische Obsession mit dem Profifootball und das vor und hinter den Kulissen. Trainer D’Amato (Pacino) will endlich beweisen, dass nach 3 gescheiterten Spielen immer noch etwas in ihm und seinem Team, den Miami Sharks, steckt, um sich für die Playoffs zu qualifizieren. Doch machen ihm nicht nur Verletzte, Drogen- und Alkoholkranke und überhebliche Spieler Probleme. Zu allem Überfluss hat der verstorbene Besitzer der Sharks das Management an seine Tochter Christina Pagniacci (Cameron Diaz) übergeben, die nur Profit und Macht im Sinn hat.

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Cameron Diaz als Christina Pagniacci

Gekonnt zerstört und zelebriert Regielegende Oliver Stone den Rummel um das Geschäft mit dem Sport in allen Facetten, macht den Zuschauer mit seinem wilden, hemmungslosen Regiestil zum Komplizen und seziert einmal mehr den American Dream.


© Photo Credit: Warner Brothers/Photofest © Warner Brothers

Ocean’s Eight – Was wir wissen & die heißesten Gerüchte

Acht namhafte Darstellerinnen

Gary Ross führt Regie von Ocean’s Eight und produziert, in Zusammenarbeit mit George Clooney und Steven Soderbergh, basierend auf dem Skript von Olivia Milch und ihm selbst nicht nur ein Spin-off, sondern zugleich eine Fortsetzung der bereits bestehenden Ocean’s Trilogie. Die Produzenten Soderbergh, der bereits für die Trilogie in gleicher Rolle aktiv war, und Clooney, damals noch vor der Kamera, bringen ihre langjährige Erfahrung im Business und Genre ein. Seit Oktober des vergangenen Jahres wird der Film in New York City produziert.

Besetzt wird der Streifen mit acht sehr populären Gesichtern, die als Schauspielerinnen und Musikerinnen bekannt sind. So wird Sandra Bullock als Debbie Ocean auftreten und Dannys entfremdete Schwester verkörpern. An ihrer Seite stehen wird unter anderem Cate Blanchett, die vor allem durch ihre Rolle als Galadriel in der Herr der Ringe- und Hobbit-Trilogie an Bekanntheit erlang. Helena Bonham Carter, Anne Hathaway, Sarah Paulson und Mindy Kaling sind die weiteren Darstellerinnen, die im Film zuhause sind. Die letzten beiden Mitglieder des Achter-Teams sind dann eher eine Überraschung. Unter anderem wird Sängerin Rihanna wieder filmisch aktiv und lässt Projekten wie Battleship (2012) neue Nahrung folgen. Die interessanteste Schauspielerin ist vielleicht Awkwafina. Es handelt sich um eine junge US-Amerikanerin, die im Alter von 17 zu rappen begann und sich seitdem nach oben gearbeitet hat.

Fragezeichen bezüglich der Handlung

Während bereits einige Bilder des Drehs im Internet kursieren, ist die Handlung größtenteils noch unklar. Immerhin wird im guten Ocean’s-Stil wieder ein Raub die Grundlage des Films bieten. Dieses mal soll Debbie Ocean den Raub während der Met Gala in New York City durchführen. Dafür stellt sie eine perfekt geeignete Mannschaft zusammen, die aus den anderen sieben erwähnten Mitgliedern besteht. Als Gegenspieler werden Damian Lewis als der Ex von Debbie und Opfer des Überfalls, Richard Armitage und James Corden dabei sein. Der Handlungsstrang rankte sich in der Original-Trilogie vor allem rund um das Casino. Um die Atmosphäre der Filme nachzuempfinden, werden in Online-Casinos Atmosphären kreiert, die dem realen Erlebnis möglichst nahe kommen, sei es mit echten Dealern oder Gegenspielern. Das besondere hierbei ist, dass alles in Echtzeit gegen andere Menschen stattfindet. Die unzähligen Spiel-Varianten bieten sogar noch viel mehr Möglichkeiten, als das in einem physischen Casino möglich wäre. Wir erinnern und an die Filme: In Ocean’s Eleven musste das Casino ausgeraubt werden, bevor das Geld in Ocean’s Twelve wieder eingenommen wird, um schließlich in Ocean’s Thirteen die Neueröffnung eines weiteren Casino-Unternehmens von Al Pacino zu durchkreuzen. Ob dies auch in Ocean’s Eight wieder eine Rolle spielen wird?

Während Blanchett bereits öffentlich machte, mit den Dreharbeiten zum Film abgeschlossen zu haben, können sich die Ocean’s-Freunde auf einige Star-Auftritte freuen. Unter anderem werden Alexander Wang, Kim Kardashian, Kendall Jenner, Katie Holmes, Zayn Malik und viele mehr in kleineren Rollen im Film verteilt auftauchen. Matt Damon und Carl Reiner werden ebenso in ihren aus Ocean’s Eleven bekannten Rollen dabei sein. Um sich entsprechend auf Ocean’s Eight vorzubereiten, bleibt allen Fans noch fast ein ganzes Jahr Zeit. Ob sie dies dann im Casino oder mit dem Schauen der bereits abgeschlossenen Trilogie verbringen, ist ihnen selbst überlassen. Die Besetzung des Films verspricht jedenfalls schon jetzt ein lohnenswertes Spektakel.


Photo Copyright Header © Barry Wetcher/Warner Bros. Pictures/Warner Bros. France

PROGRAMMTIPP TNT FILM: DIE EINZIG WAHRE SPIDER-MAN-TRILOGIE MIT TOBEY MAGUIRE

Seitdem hat sich rund um den von einer genmutierten Spinne gebissenen Marvel-Superhelden einiges getan. Nicht nur durfte Tobey Maguire ganze drei Mal in den blauroten Spandexanzug schlüpfen, es folgten auch Versuche, das Franchise rund um Spider-Man zu rebooten.

So stürzte sich vor rund 5 Jahren Andrew Garfield als The Amazing Spider-Man durch die Hochhäuser von New York und begegnete in insgesamt zwei Filmen starken Kontrahenten, die es zu besiegen galt. Es scheint verschiedene Gründe zu geben, warum es nie zu einem dritten The-Amazing-Spider-Man-Film gekommen ist, darunter die schlechten Einspielergebnisse des zweiten Teils oder gar, dass Garfield auf einem Promotion-Event von Sony Pictures zum dritten Teil offenbar erwartet wurde und nicht teilnahm (Quelle: Independent.co.uk).

Letzten Endes kann man das Ergebnis des Franchise-Martyriums in Spider-Man: Homecoming ab dem 13.07.2017 in allen Kinos sehen. Denn dann schließt sich der Kreis und Spider-Man zieht mit Tom Holland endgültig in das seit Iron Man (Robert Downey Jr.) im Jahr 2008 von Marvel aufgebaute Marvel-Universum mit einem eigenständigen Film ein.

Doch ist das alles nötig? Die erste Trilogie mit Tobey Maguire, welche am kommenden Freitag, den 07.07.2017 ab 20.15 Uhr auf TNT Film zu sehen ist, war ein grundsolides cineastisches Erlebnis mit einem überzeugenden Cast.

Spider-Man (2002):

Mit Willem Dafoe (John Wick), James Franco (127 Hours) und – wenn auch nur durch die gefärbten Haare – Mary Jane Watson (gespielt von Kirsten Dunst), konnten die Schauspieler im Teil 1 der Trilogie mehr als nur überzeugen. Spider-Man stellt sich in diesem Teil dem Green Goblin, welcher durch ein tragisches Experiment von Norman Osborn Besitz ergreift und New York kräftig dem Erdboden gleichmachen möchte. Ob ihm das gelingt? Seht es selbst am Freitag ab 20.15 Uhr auf TNT Film.

Lange bevor Marvel 2008 mit Iron Man den Begriff des Blockbusters neu definieren sollte, wagte Sony Pictures mit dem ersten Teil der Trilogie von Spider-Man diesen Schritt und traf mehr als nur ins Schwarze.

Tobey Maguire überzeugt in der Rolle als „Underdog“, der in der Schule gemobbt wird, in das Mädchen von nebenan (Mary Jane) scheinbar hoffnungslos verliebt ist, bei Tante und Onkel liebevoll nach dem Tod seiner Eltern aufgenommen lebt und sich täglich tapfer durch sein Leben schlägt.

Kein Wunder, dass der Film gleich für zwei Oscars in den Kategorien Best Visual Effects und Best Sound nominiert wurde (Quelle: ImdB). Insbesondere die visuellen Effekte des ersten Spider-Man-Teils können sich heute noch mit den aktuellen Kinofilmen durchaus messen.

Schrieb Filmgeschichte: Der Kuss zwischen Tobey Maguire und Kirsten Dunst in Spider-Man (2002)

Am einprägsamsten scheint aber vielen begeisterten Fans die legendäre Spider-Man-Kuss-Szene mit Mary Jane bei strömendem Regen im Gedächtnis geblieben zu sein. Dabei hängt Tobey Maguire kopfüber und küsst Mary Jane als Spider-Man zum ersten Mal. Bemerkenswert: Durch den Regen füllten sich beim wiederholten Drehen der Szene Maguires Nebenhöhlen zunehmend mit Wasser! Doch Maguire hielt tapfer durch. (Quelle: ImdB)

Faszinierend scheint auch der Fakt, dass Maguire vor Bestätigung der Rolle des Spider-Man noch nie einen Comic des Superhelden in die Hand genommen hatte, sondern ihn schlichtweg das Skript derart überzeugte, die Rolle anzunehmen. Eine Aussage, die zwar ehrlich war, aber auch viel Kritik auslöste. (Quelle: ImdB)

Dass er Spider-Man-Qualitäten auch als „normaler“ Mensch besitzt, zeigt er besonders in einer Szene: Achtet drauf, wenn Peter Parker in der Cafeteria Essen auf einem Tablet auffängt. Ihr denkt bestimmt, das war alles nur getrickst und mit visuellen Effekten versehen? Nein, nach vielen Takes und mit Hilfe von etwas Kleber zwischen Tobey Maguire und dem Tablet hat er den Stunt komplett eigenständig durchgeführt: Wahnsinn! (Quelle: Ranker.com).

Weiter geht es auf TNT Film mit Spider-Man 2 (2004) am kommenden Freitag um 22.15 Uhr:

Bereits zwei Jahre später kehrte Tobey Maguire zusammen mit James Franco, Kirsten Dunst und Rosemary Harris (als liebevolle Tante May Parker) zurück und erfreute weltweit Spider-Man-Fans mit der damals heiß ersehnten Fortsetzung. Sein Widersacher in Teil 2 ist dabei kein geringerer als Alfred Molina (Indiana Jones: Jäger des verlorenen Schatzes), der als selbstloser Wissenschaftler von Dr. Otto Octavius zu Doc Ock mutiert. Insbesondere Molina glänzt in seiner schauspielerischen Leistung derart mit Authentizität, dass der Charme des ersten Films noch weiter angehoben wird. Kein anderer hätte die Rolle eines passionierten Wissenschaftlers besser verkörpern können, der – ganz ähnlich im ersten Teil Norman Osborn – bereit ist alles für seine Forschungsergebnisse zu tun, selbst wenn es heißt, das eigene Leben zu gefährden. Generell macht sich im zweiten Teil noch deutlicher der Hang zu Wissenschaftlern bemerkbar, die durch ihre eigenen Erfindungen getötet wurden, wie zum Beispiel Marie Curie durch die Entdeckung der Radioaktivität.

Im Vergleich zu Tobey Maguire war Alfred Molina von seiner Rolle als Doc Ock noch ein Stück begeisterter, da er selbst bekennender Fan der Marvel Comics ist. Dafür durfte er auch ordentlich schuften, denn seine Ausrüstung als Doc Ock wog mehr als 35 kg. (Quelle: ImdB)

Gekonnt spielt auch dieser Film in seiner Handlung mit den grundlegend guten moralischen Werten von Peter Parker alias Spider-Man, die letztendlich zum großen Endkampf zwischen Doc Ock und Spider-Man führen.

Bei Fans und Kritikern übertrumpfte Teil Zwei sogar den ersten an positiven Bewertungen. So erzielte der Film einen Metascore von 83/100 und erfreut sich bis heute einer Bewertung von 7,3/10 möglichen Punkten bei der Internet Movie Database von amazon, welche auf dem Durchschnitt von mehr als 440.000 bewertenden Fans beruht.

Habt ihr euch die beiden ersten Teile der Trilogie angesehen, heißt es auf zu Spider-Man 3 (2007) um 00.25 Uhr am kommenden Freitag auf TNT Film!

Während sich die ersten beiden Teile vorwiegend mit Spider-Man und den Problematiken der Anerkennung als Superheld, aber auch mit Peter Parker als Mensch in seinem Umfeld beschäftigten, beleuchtet der dritte Teil der Trilogie vor allem die dunklen Seiten eines Superhelden.

So bekommt es Tobey Maguire in Teil 3 gleich mit drei verschiedenen Bösewichten zu tun. Alle haben dabei gemeinsam, dass sie mehr oder weniger unfreiwillig in die Situation des Schurken geraten sind. Ein faszinierendes Konzept für den dritten Teil der Spider-Man-Reihe. Da es derart von Bösewichten und Handlungen wimmelt, überlegte Screenwriter Alvin Sargent sogar kurzerhand den Film in zwei eigenständige Teile aufzuspalten, da er keinen rechten Spannungsbogen für einen vierten Teil sehen konnte. (Quelle: Ranker.com)

Dass man mit den endlosen Möglichkeiten des dritten Teils hinsichtlich seiner Handlung scheinbar überfordert war, zeigte sich auch daran, dass eine sehr große Anzahl von Szenen weder auf DVD noch im Kino erschienen sind, bis heute aber abgedreht in Archiven schlummern. (Quelle: Ranker.com)

Insgesamt arbeiteten die Filmemacher um Director Sam Raimi rund zwei Jahre und 10 Monate an dem Meisterwerk, das dennoch – wirft man einen Blick auf Kritiken und Bewertungen der Filmfans – als schlechtester Teil der Trilogie abschnitt.

Trotzdem werden wichtige Handlungskreise, vor allem in Bezug auf Harry Osborn und Peter Parker, einfühlsam geschlossen und man kann als Filmfan nach Ende des dritten Teils auch verkraften, dass Tobey Maguire nie mehr in das Spinnenkostüm geschlüpft ist.

Fazit

Die originale Spider-Man-Reihe überzeugt vor allem durch wenig Schnelllebigkeit und glänzt mit hervorragenden Charakteren, welchen stets genug Zeit gegeben wird sich zu entwickeln. Als Zuschauer ist es somit möglich, sich mit den Charakteren auseinanderzusetzen und zu identifizieren. Dieses Konzept verleiht allen drei Teilen in Zeiten schneller und von visuellen Effekten überladener Filme einen Charme, den man heute und auch zukünftig noch vergeblich bei vielen Superhelden-Filmen suchen wird.

Maguire kann vor allem deshalb überzeugen, weil er authentisch in die Rolle des „Underdog“ schlüpft und, auch nachdem er zu Spider-Man wird, permanent mit der Verantwortung und Anerkennung als solcher zu kämpfen hat. Dagegen wirkt Andrew Garfield als Peter Parker fast schon überheblich in den beiden The-Amazing-Spider-Man-Teilen.

Auch die Kontrahenten Spider-Mans sind in allen drei Teilen glaubhaft und stimmig verkörpert. Das gute Casting wird weiterhin durch die taktvoll und präzise eingesetzten visuellen Effekte und den einmaligen Soundtrack ergänzt, der bis heute eingängige Melodien und Songs umfasst.

Darum kann es kaum ein neuer Spider-Man mit der ersten Trilogie aufnehmen – in dieser war übrigens zum ersten Mal auch das Marvel-Logo zu sehen, welches sich aus den umgefalteten Marvel-Comic-Buch-Seiten bildet.


© Photo Credit: TNT Film

GET OUT: HORROR TRIFFT AUF HUMOR UND HAUTFARBE

Ein subtiles, cleveres Debüt

Jordan Peele, in den USA bereits als Komiker bekannt, feiert mit Get Out sein Spielfilmdebüt. Und dies direkt mit einem Horrorfilm. Der 104-minütige Streifen behandelt verschiedene Thematiken auf beängstigend realistische und geniale Weise, die dem Zuschauer ständige Schauer über den Rücken jagen. Obwohl Get Out eher als Psycho-Thriller gewertet wird, fehlen auch blutige Splatter-Elemente in geringem Maße nicht. Auf kreative Art schafft es Peele, den Zuschauer mit gut platzierten Scherzen zunächst zu entspannen, bevor dieser im nächsten Moment vor Spannung zusammenfährt.

Die Story – nichts ist, wie es scheint

Der afroamerikanische Fotograf Chris Washington (Daniel Kaluuya) und seine weiße Freundin Rose Armitage (Allison Williams) sind bereits seit einigen Monaten ein Paar und möchten in ihrer Beziehung den nächsten Schritt wagen. Ein Besuch bei Roses Eltern steht bevor. Doch Chris‘ Vorfreude hält sich in Grenzen, da er befürchtet, seine Hautfarbe könne ein Problem werden. Auch sein bester Freund Rob (Lil Rel Howery) hat ein schlechtes Gefühl und würde Chris am liebsten nicht fahren lassen. Roses überzeugende Argumente, dass ihre Eltern doch sehr offene Menschen seien und Obama ein drittes Mal wählen würden, überzeugen Chris schlussendlich und somit reist das Pärchen von New York auf die abgelegene Ranch der Eltern.

Glücklicherweise steht Chris (Daniel Kaluuya) seine Freundin Rose (Allison Williams) in allen unbehaglichen Situationen zur Seite.
Glücklicherweise steht Chris (Daniel Kaluuya) seine Freundin Rose (Allison Williams) in allen unbehaglichen Situationen zur Seite.

Nach einer langen und anstrengenden Fahrt empfangen die Eltern von Rose, Missy (Caterine Keener) und Dean Armitage (Bradley Whitford), Chris wie ihren leibhaftigen Sohn, wodurch seine Bedenken vorerst verschwinden. Neben der Familie sind auch zwei dunkelhäutige Angestellte auf dem Gelände der Armitages beschäftigt. Diese kommen Chris aufgrund ihres merkwürdigen, wenn auch äußerst zuvorkommenden Verhalten eigenartig vor.

Schleichend beginnt sich die Atmosphäre zu kippen: Irgendwann beginnt Dean unangebrachte Witze über die Beziehung des jungen Paares zu reißen, und auch die Gesprächsinhalte mit dem Sohn der Familie, Jeremy Armitage (Caleb Landry Jones), wirken auf Chris eher verwirrend. ‚Seine Statur und sein Erbgut‘ scheinen Jeremy sehr zu beeindrucken und er versucht immer wieder, Chris in kleine freundschaftliche Kämpfchen zu verwickeln. Weiterhin möchte Missy ihre Hypnosekünste unter Beweis stellen, um Chris das Rauchen abzugewöhnen. Er lehnt dieses Angebot verdutzt ab und erzählt Rose von seinen Zweifeln. Diese versichert ihm, dass er sich keine Sorgen machen müsse, da ihn die Familie akzeptiere, so wie er ist.

Als er in der Nacht vor die Tür gehen möchte, um zu rauchen, überschlagen sich die Ereignisse. Das Hausmädchen (Betty Gabriel) verhält sich äußert merkwürdig und der Gärtner (Marcus Henderson) rennt wie ein Irrer um das Haus. Bevor Chris wieder ins Bett gehen kann, wird er von Missy überrascht und mit einer Hypnosesitzung überrumpelt. Am nächsten Morgen kann er sich aber an all dies nicht mehr so genau erinnern. Es ist beinahe so, als wäre er in ein schwarzes Loch gefallen.

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Wer steht dahinter?

Jordan Peele, der Regisseur von Get Out, ist bereits ein bekanntes Gesicht in Hollywood. In dem Film Keanu (2016) stellte er sein Können als Drehbuchschreiber unter Beweis und war gleichzeitig das erste Mal auf der großen Leinwand zu sehen. Zuvor schauspielerte und produzierte Peele zusammen mit Keegan-Michael Key (Keanu, Hugo) die Comedy Central Sketch-Serie Key & Peele (2012-2015). Dank dieser wurden die beiden vom Time Magazine auf die Liste der 100 einflussreichsten Menschen von 2014 gesetzt. Mit Get Out wagt sich Peele somit erstmalig an ein ernstes Genre und schreibt sofort Filmgeschichte. Er schaffte es nämlich, als einziger afroamerikanischer Regisseur, mit seinem Debüt ein amerikanisches Einspielergebnis von über 100 Millionen Dollar zu erzielen.

Get Out befasst sich hauptthematisch mit Rassismus und übt dabei gleichzeitig Kritik an der recht asymmetrischen Gesellschaft, welche lieber die Augen schließt als zu handeln. Bereits zu Beginn des Films wird ein junger afroamerikanischer Mann in einem wohlhabenden Viertel entführt, was aber weder Anwohner noch Polizei zu interessieren scheint. Doch statt einer direkten Konfrontation des Hauptcharakters mit dem Thema Rassismus, begleitet es sowohl ihn als auch den Zuschauer den ganzen Film über und bricht nie wirklich aus. Peele behandelt den an sich heiklen Stoff somit sehr subtil und drängt auf den Zuschauer bis zum Schluss mit der Frage ein, ob er die Charaktere des Filmes nicht doch zu Unrecht beschuldigt. Im Gegensatz zu anderen Filmen dieser Art steht der Protagonist nicht stumpfen Nazis oder gar Rednecks gegenüber, sondern muss einer weltoffenen und intellektuellen Elite, die vor nichts zurückschreckt, gegenübertreten. Immer wieder wird er auf gewisse körperliche Eigenschaften reduziert, so werden seine Stärke oder sein athletischer Körper betont.

Während des gesamten Films wird diese Herabwürdigung von außen unterstützt, indem die Kamera immer wieder kleine Reaktionen von Nebencharakteren einfängt, die nur im Augenwinkel zu sehen sind. Toby Oliver (Insidious 4, Wolf Creek 2) schafft es durch Kamerafahrten und Nahaufnahmen genau von diesen Geschehnissen im Hintergrund abzulenken, sodass der Fokus auf den Hauptfiguren liegt. Es kann sich lohnen, ab und zu von diesem Fokus abzuweichen und den Hintergrund im Blick zu behalten. Weiterhin trägt es durchaus zur Story bei, dass brutalere Szenen nur indirekt gezeigt werden und der Zuschauer von größeren Splatter-Elementen verschont bleibt.

Eine eindeutige Bereicherung ist Komponist Michael Abels, der sich ebenfalls zum ersten Mal für einen Film dieser Größe musikalisch verwirklichen durfte. Im Interview mit dem Magazin GQ erzählte Jordan Peele, warum er genau Abels gewählt hat. Peele wünschte sich etwas, das ‚in der Abwesenheit von Hoffnung lebe und dennoch schwarze Wurzeln habe‘. Bereits in den Anfangssequenzen untermalt Abels eine spannende Szene mit dem Kinderlied „Run, Rabbit, Run“ von Flanagan and Allen und lässt den Zuschauer schaudern. Auch im Verlauf des Films schafft er es, die durchgängig unangenehme Stimmung zu halten, ohne diese aufzulösen. Zusammengefasst ist auch ihm das Debüt deutlich gelungen.

Trotz der freundlichen Gesichter fühlt Chris sich in seiner Haut nicht ganz wohl.
Trotz der freundlichen Gesichter fühlt Chris sich in seiner Haut nicht ganz wohl.

Schauspieldebüts und alte Hasen

Die schauspielerische Leistung ist überragend. Obwohl die meisten Darsteller zum ersten Mal auf der großen Leinwand zu sehen sind, überzeugen sie durchweg.

Daniel Kaluuya (Kick-Ass 2) hatte bisher noch keine größere Rolle. Zwar wird er im baldigen Marvel Film Black Panther (2018) zu sehen sein, aber auch dort nur in einer unterstützenden Position. Mit seiner Hauptrolle als Chris Washington beweist er, dass er das Potenzial für weitere größere Rollen besitzt. Seine Ausdrücke sind überzeugend und realistisch. Auch wenn es dem Regisseur Peele besonders wichtig war, die Charaktere so handeln zu lassen, wie es auch der Zuschauer tun würde, liegt es noch immer in der Hand des Schauspielers, auf welche Art er dies umsetzt. Kaluuya gelingt eine authentische Darstellung voll und ganz und lässt den Zuschauer mitfiebern. Trotzdem wirkt er in vereinzelten Szenen etwas schwächer als im Rest des Films – so zum Beispiel in den Momenten, in denen er hypnotisiert ist.

Allison Williams, die Chris‘ Liebhaberin und Tochter der Familie Armitage verkörpert, musste sich der schwierigeren Aufgabe stellen, den Spagat ihres Charakters zwischen der Familie und Chris zu vollführen. Diese innere (An-)Spannung wird nicht immer deutlich. Rose Armitage scheint gerade zu Beginn des Films in einigen Szenen überflüssig und unbedeutend, was sich jedoch im Laufe des Films noch ändert. Nichtsdestotrotz ist Williams ihr Debüt auf der Leinwand gelungen und sie konnte von ihren vorherigen Erfahrungen im Fernsehen (Girls) profitieren. Ihre Leistung wurde außerdem mit einer Nominierung bei den MTV Movie Awards 2017 belohnt.

Die Armitage-Familie, porträtiert durch Bradley Whitford (The Cabin in the Woods), Caleb Landry Jones (Antiviral) und Catherine Keener (War Story), besteht aus sehr erfahrenen Schauspielern. Die einzelnen Charaktere sind sehr divers und als Zuschauer fragt man sich des Öfteren, wie eine solche Familie zusammenhalten kann. Hier werden vereinzelte Klischees angewendet. So gibt es das anscheinend liberale Pärchen Dean und Missy, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dean Armittage wird von Whitford als netter, älterer Herr gespielt, dem auch gerne mal unpassende Witze herausrutschen. Trotzdem scheint er sehr harmoniebedürftig zu sein. Seine Frau Missy übernimmt hingegen den dominanten Part in der Familie. Sie ist sehr forsch zu den Angestellten und fordert sehr viel von Chris. Beide Rollen wurden äußerst überzeugend verkörpert und unterstützen die Handlung auf eine sehr unterschwellige Art.
Besonders genannt werden muss außerdem Caleb Landry Jones. Bereits in vorherigen Rollen hat er bewiesen, dass ihm Charaktere mit einem leicht verrückten Wesen liegen. Auch in Get Out spielt er den sonderbar erscheinenden Bruder von Rose. Seine Gespräche mit Chris drehen sich meist um Sport und Gewalt. Kombiniert wird dies mit stellenweise perfider Mimik von Jones, die im Zuschauer ein ungutes Gefühl hervorruft.

Tränen der Freude oder des Grauens? (Betty Gabriel)
Tränen der Freude oder des Grauens? (Betty Gabriel)

Kritik

Jordan Peele wagt in Get Out einen interessanten und nicht ganz so einfachen Versuch, Thriller und Humor zu vereinen – was ihm jedoch gelingt! Denn die meisten humoristischen Elemente stammen von einer Person, die nicht aktiv am Geschehen teilnimmt. Der aufgebaute Spannungsbogen wird dadurch nicht zerstört, sondern durch diese kurzen Pausen aufrechterhalten. Peele gönnt den Zuschauern somit auch einen Moment zum Luft holen, bevor es weitergeht.

Die meisten Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet und fügen sich gut in die Handlung ein. Auch ihre Aktionen sind verständlich und lassen sich logisch nachvollziehen – dies ist immerhin bei Horrorfilmen nicht grundsätzlich der Fall.

Trotzdem ist anzumerken, dass Jordan Peele noch sehr durch seine Sketche geprägt ist. Das Setting sieht oft einen Hauch zu perfekt und zu ordentlich aus, was aber nicht ungemein stört. Das Drehbuch hingegen ist vollgepackt mit Spannung und Grauen. Vereinzelt gibt es dennoch Szenen, die einem eher unrealistisch und falsch platziert anmuten. Diese verwirrenden Momente sind allerdings sehr kurz gehalten und runden gleichwohl die Story ab.

Ein genialer Schachzug ist das Verstecken sehr gewalttätiger Splatter-Elemente. Somit bleibt das Gefühl eines psychologischen Horrorfilmes eher erhalten. Dies gelingt u.a. durch die Szenen der Hypnose. Das Fallen in ein schwarzes Loch wird hier kreativ inszeniert und vermittelt ein sehr mulmiges Gefühl.

Fazit

Get Out ist seit geraumer Zeit wieder ein guter psychologischer Horrorfilm, der ohne große Jumpscares auskommt. Seine Handlung, Charaktere und auch Musik vermitteln ein immer wieder neues Gänsehautgefühl. Jordan Peele hat mit diesem Film eine Lücke gefüllt, die schon viel zu lang existierte. Für Fans des Horror-Genres ist dieser Streifen ein absoluter Must-See-Film und sehr empfehlenswert.

Bewertung

4/5 Sterne

– Felix Heiderich

© Photo Credit: © 2017 UNIVERSAL PICTURES INTERNATIONAL. ALL RIGHTS RESERVED

PREVIEW ZU STEPHEN KINGS IT: ES IST WIEDER DA!

I Love Derry

Das Grauen geht um in Derry, Maine. Immer wieder werden Kinderleichen entdeckt, oft grausam zugerichtet. Die Polizei und die Bürger der Kleinstadt tappen im Dunkeln. Der beschauliche Ort wird von einem Wesen heimgesucht, das sich in die schlimmsten Ängste der Menschen verwandeln kann. Die Haupterscheinungsform ist ein furchteinflößender Clown namens Pennywise. Eine Gruppe von sieben Kindern, die sich selbst als Club der Verlierer bezeichnet, entdeckt das Geheimnis der Stadt und nimmt den Kampf gegen das Böse auf. Sie bekämpfen ES und werden darüber zu eingeschworenen Freunden, die den schönsten und schrecklichsten Sommer ihrer Kindheit nur gemeinsam überleben können. In den stillgelegten Abwasserkanälen der Stadt kommt es zu einem finalen Kampf. ES wird diesen ersten Teil des Buches behandeln, der die Kindergeschichte im Fokus hat.

Das absolut Böse. In Form von Pennywise, dem tanzenden Clown. (Bill Skarsgård)
Das absolut Böse. In Form von Pennywise, dem tanzenden Clown. (Bill Skarsgård)

Ein gewichtiges Erbe

‚Der Schrecken, der weitere 28 Jahre kein Ende nehmen sollte – wenn er überhaupt je ein Ende nahm – begann, soviel ich weiß und sagen kann, mit einem Boot aus Zeitungspapier, das einen vom Regen überfluteten Rinnstein entlangtrieb.‘ Dies ist der erste Satz aus Stephen Kings Roman ES, der im Jahr 1986 erschien. Nach der zweiteiligen TV-Miniserie aus den 90ern wird ES jetzt erstmals für die große Leinwand adaptiert.

Für viele Leser und Fans, mich eingeschlossen, ist Stephen Kings ES einer seiner besten Romane, wenn nicht sein bester überhaupt. Als das Werk 1986 erschien, schlug er ein wie eine Bombe und avancierte schnell zum Klassiker moderner Horrorliteratur. So kommen in Kings über 1000-seitiger Erzählung all seine stärksten Sujets zum Tragen wie Freundschaft, die Magie der Kindheit, das Grauen hinter der bürgerlichen Fassade einer Kleinstadt und natürlich seine präzisen Charakterisierungen. Obendrauf bekamen die Leser eines der wohl besten fiktiven Monster aller Zeiten geschenkt. 1990 wurde unter der Regie von Tommy Lee Wallace (einem Protegé von John Carpenter) dem Grauen ein Gesicht verpasst, in der TV-Miniserie ES. Tim Curry gilt auch heute noch für viele als Idealbesetzung und ist sicherlich für abertausende Alpträume verantwortlich gewesen. Auf meinem Schulhof wurde damals rege über den Film diskutiert und die VHS-Bänder, mit der TV-Aufzeichnung von ProSieben oder Sat.1, wurden mehrere Male kopiert und getauscht. Doch was ich damals schon bemerkte und mir erst später wirklich bewusst wurde, war die immense Kraft der Geschichte hinter der Horrormaske. Es war die Freundschaft zwischen den Kindern und die Idee des Erwachsenwerdens, die eine große Resonanz und Identifikation auslöste. Bis heute wurde das Buch mehrmals neu aufgelegt und erschien auch als Hörbuch (in Deutschland mit der genialen Synchronstimme von Johnny Depp: David Nathan). Jetzt können sich alte und neue Fans auf eine brandneue Adaption freuen, die unter der Regie von Andy Muschietti bereits abgedreht wurde. Der Film vereint die sieben Helden des Romans erneut zum Kampf gegen das Böse ohne Namen: ‚Stotter‘-Bill Denbrough, Ben Hanscom, Beverly ‚Bev‘ Marsh, Richie ‚Schandmaul‘ Tozier, Eddie Kaspbrak, Mike Hanlon und Stan ‚the Man‘ Uris. Das wohl Herausforderndste für die Besetzung dürfte wohl sein, die Chemie zwischen den Kindern und ihre Freundschaft wirklich überzeugend darzustellen. Dies war auch eine der Stärken der 90er-Jahre-Verfilmung. Der offiziell bekannt gegebene Cast sieht auf jeden Fall vielversprechend aus. So wird Jaeden Lieberher (Midnight Special) den Anführer der Verlierer geben.  Finn Wolfhard (Stranger Things) wird den notorischen Sprücheklopfer und Klassenclown, Richie Tozier, verkörpern. Apropos Clown: Der junge Bill Skarsgård (Sohn von Stellan Skarsgård) wird Pennywise, den tanzenden Clown, spielen – eine der Erscheinungsformen von ES. Er wird es wohl schwer haben dem Vergleich mit Tim Curry standzuhalten, aber ich traue ihm eine komplett andere und düsterere Interpretation von Pennywise zu. Man darf jedenfalls gespannt sein, ob der Film eine ähnliche Faszination wie die Serie und vor allem wie der Roman auslösen kann. An der Kamera sitzt der erfahrene Südkoreaner Chung-hoon Chung (Oldboy, Stoker, Ich und Earl und das Mädchen). Drehschluss war der September 2016, Bloody Disgusting berichtete.

Squad up. #itthemovie

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Denn schwer wiegt die Krone

Als schwierig stellte sich die Suche nach dem Regisseur heraus. Das Buch wurde bereits 2009 neu von David Kajganich adaptiert, Variety berichtete. Die erste Wahl des Regisseurs fiel auf Cary Fukunaga (True Detective, Beasts of No Nation), der große Teile des Drehbuchs umschrieb. Auch war für die Rolle des Pennywise Will Poulter (Wir sind die Millers) vorgesehen, von dessen Vorsprechen Fukunaga sichtlich beeindruckt war (Variety).  Leider zerstritt sich Fukunaga aufgrund kreativer Differenzen mit dem Studio Warner Bros./New Line Cinema, gemäß einem Bericht von The Guardian.

Als Ersatz kommt jetzt Andy Muschietti zum Zuge, der bereits mit Mama einen Horrorfilm inszeniert hat. Ob sich der gebürtige Argentinier dieser Aufgabe als würdig erweist, werden die Zuschauer 2017 zu sehen bekommen.

Pic by tim visentin

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Unterschiede der beiden Filmversionen

Als die Miniserie inszeniert wurde, gab es zwei große Hindernisse. Zum einen die Zensurauflagen für eine TV-Version und zum anderen die Höhe des Budgets. Man entschied sich, die Kernaussage des Buches beizubehalten, aber einige Szenen zu kürzen und komplett umzuschreiben. Dies führte dazu, dass viele Roman-Fans einige Ereignisse und Schauplätze vermissen mussten.

Die kommende Kinoversion soll sich nun viel näher am Buch halten und auch das berühmt-berüchtigte Haus in der Neibolt Street 29 beinhalten, Screenrant berichtete.

Es soll zunächst nur die erste Hälfte des Mammutwerkes erzählt werden, die Geschichte der Kinder. Ebenso wird das Jahr verlagert, von den 1950ern der Romanvorlage geht es im Film in die 80er auf Monsterjagd in Derry. Ebenso werden einige der Erscheinungsformen von ES zeitgenössisch angepasst (Quelle: Bloody Disgusting).

Der erste Trailer

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Fazit

Ich kann es kaum erwarten, den neuen ES zu sehen – und vielen Fans und Zuschauern weltweit wird es sicher ähnlich ergehen. Ob die neue Version den Roman intensiver zum Leben erweckt als die Version aus den 90ern, bleibt abzuwarten. Doch aufgrund der Adaption durch Fukunaga und Co. und der Regiewahl Muschiettis sollte es zumindest kein Totalausfall werden. Außerdem verspricht der Cast der Kinder eine hoffentlich tolle Chemie im Verliererclub. Eine außergewöhnliche Filmadaption hat dieser Meilenstein der Horrorliteratur allemal verdient.

Geplanter Start des Films ist der September 2017.

-Christian Koch
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© Photo Credit: © 2017 WARNER BROS. ENTERTAINMENT INC. AND RATPAC-DUNE ENTERTAINMENT LLC. ALL RIGHTS RESERVED

KEIN APRILSCHERZ: KNALLHARTE ACTION IM TNT FILM PROGRAMMTIPP

Bad Company – Die zwei CIA-Agenten Kevin Pope (Chris Rock) und Gaylord Oakes (Anthony Hopkins) sind der russischen Maffia auf der Spur, welche eine gestohlene Nuklearwaffe verkaufen will. Im Eifer des Gefechts wird Pope erschossen und die ganze Mission scheint zunächst gescheitert. Doch Gott sei Dank hat Pope einen Zwillingsbruder, Jake Hykes (Chris Rock), der nun von Oakes innerhalb von ein paar Tagen zum CIA-Agenten trainiert werden muss. Diese Aufgabe ist nicht nur eine große Herausforderung für den Ganoven Hykes, sondern auch für Officer Oakes, der mit dem großmäuligen Frischling arbeiten muss. Einige Pannen, aber auch brenzlige Situationen, sind bei der Jagd nach den Gangstern garantiert.Der Actionfilm ist aber auch ein Spaß für die ganze Familie, denn Regisseur Joel Schumacher verpackt hier eine spannende Handlung in einige Brisen amerikanischen Humors.

Eigentlich hatte Schumacher, der bereits mit Batman Forever (1995) einen Hit erlangen konnte, den Film etwas anders geplant. Der ursprüngliche Name des Films war nämlich Black Sheep, aber leider existierte bereits ein Film mit dem Namen, der 6 Jahre zuvor erschienen war. Lustigerweise entschied man sich für den Namen Bad Company, obwohl auch der schon für einen Film von 1995 verwendet worden war. Neben all den Startschwierigkeiten musste dann auch noch der Veröffentlichungstermin aufgrund der Anschläge am 11.9.2001 verschoben werden. Die Produktionsfirma fasste diesen Beschluss, weil der Film nicht nur zum Teil im World Trade Center gedreht wurde, sondern sich auch um den illegalen Handel mit Sprengkörpern dreht.

„Deft, funny and intelligently scary.” – Ella Taylor

Das Duo Anthony Hopkins (Das Schweigen der Lämmer) und Chris Rock (Kindsköpfe) verleiht Bad Company eine amüsant-ernste Note, die für lustige und spannende Momente sorgt. In den gelungenen Cast reiht sich Brooke Smith (Grey’s Anatomy) ein. Smith hatte sogar bereits im Film ‚Das Schweigen der Lämmer‚ mit Hopkins zusammengearbeitet und durfte so seine wohl bekannteste Rolle miterleben. Gemeinsam schaffen es die drei den Zuschauer nicht nur mitfiebern zu lassen, sondern auch zum Schmunzeln zu bringen.

„Thrilling non-stop action, successfully contrasting the opposite styles of Anthony Hopkins and Chris Rock.” – Urban Cinefile Critics

Ab 22:15 Uhr hört der Spaß dann auf und die Spannung steigt. In Money Train begleiten wir die beiden Adoptivbrüder John (Wesley Snipes) und Charlie (Woody Harrelson), die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als die beiden Undercover-Cops eine neue Kollegin zugeteilt bekommen, Grace Santiago (Jennifer Lopez), verändert sich das Leben der zwei völlig. Nachdem die beiden Charlies Spielschulden nicht zahlen können und zusätzlich noch gefeuert werden, ist das Chaos komplett. Doch Charlie hat eine Lösung: einen Geldzug entführen. John ist von dieser Idee nicht begeistert und versucht seinen Bruder zu stoppen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

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Wesley Snipes, Woody Harrelson und Jennifer Lopez in Money Train (v.l.n.r.)

Jospeh Ruben war eigentlich gar nicht als Regisseur geplant. Jedoch verließ Tony Scott, der eigentlich Regie führen sollte, das Projekt kurz vor Produktionsbeginn und er sprang ein. Im Gegenzug ließen sich Woody Harrelson (Die Unfassbaren) und Wesley Snipes (Blade-Reihe), die man bereits in ‚Weiße Jungs bringen’s nicht‚ (1992) und Wildcats (1986) zusammen sehen konnte, schnell für den Film überzeugen. Money Train ist daher der dritte Film, in dem sie gemeinsam spielen. Jennifer Lopez (Parker) feierte dagegen ihr Film-Debüt und ihre erste große Rolle mit den beiden Hollywood-Stars. Sie konnte sich sogar gegen Cameron Diaz (Verrückt nach Mary) und Catherine Zeta-Jones (Terminal) durchsetzen. Obendrein wurde sie als einzige für ihre Leistung bei einem Preis nominiert, dem NCLR Bravo Award.
Trotz dieser Nominierung konnte der Film die Kritiker anscheinend nicht weiter überzeugen. Das spiegelte sich auch an den amerikanischen Kinokassen wieder, an denen er gerade mal 35 Millionen Dollar, also ungefähr die Hälfte des Budgets, einnahm. Ungeachtet dieses Misserfolges konnte Money Train trotzdem in die Filmgeschichte eingehen. Denn neben einigen lustigen Zitaten rühmt sich Money Train mit dem längsten Film-Set überhaupt. Das komplette Set war ungefähr so groß wie zwei Empire State Buildings, die nebeneinander liegen, so IMdB.

Obendrein zu diesem imposanten Rekord ist Money Train auch in einem Museum verewigt. Der im Film verwendete Zug, der neben 12 anderen U-Bahn-Wagen extra von New York nach Los Angeles verschifft wurde, steht heute im New York Transit Museum auf Coney Island. Dort wird der umgearbeitete U-Bahn-Wagen noch eine Weile an Money Train erinnern.
Stattet ihm doch mal einen Besuch ab, wenn der nächste Amerika-Urlaub geplant ist.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf lässt sich der Film nun nicht besser zusammenfassen als…

„Snipes + Harrelson = Fun + Fireworks.” – Kim Williamson

Dank dieser spannenden Kombination lässt sich der 1. April gut ausklingen. Humorvoll, aufregend und für jeden etwas dabei. Jetzt heißt es nur noch einschalten!

 

– Felix Heiderich


© Photo Credit: TNT Film

LIFE – EIN SCI-FI-THRILLER IN DEN FUßSTAPFEN VON ALIEN

Gewinnspiel zu Life auf unserer Facebookseite

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Die Story – Tödliche Intelligenz aus dem All

Die internationale Raumstation ISS treibt langsam und alleine im All, auf ihr eine Crew aus sechs Menschen. Neben den Astronauten Dr. David Jordan (Jake Gyllenhaal) und Sho Kendo (Hiroyuki Sanada) befinden sich auch noch der Wissenschaftler Hugh Derry (Ariyon Bakare), der Techniker Rory Adams (Ryan Reynolds) und die Biologin Miranda Bragg (Rebecca Ferguson) an Bord. Obwohl sie alle wie eine große Familie leben, stehen sie unter dem Kommando von Katerina Golovkin (Olaga Dihovichnaya). Ihr Ziel: Proben vom Mars auf Lebensformen zu untersuchen.

Durch eine Untersuchung von Hugh Derry (Ariyon Bakare) kommt tatsächlich ein einzelliger Organismus zum Vorschein. Doch die Freude der Crew hält nicht lange an, da der Organismus zunächst keine Lebenszeichen zeigt. Nachdem Derry in dem versiegelten Labor eine erdähnliche Atmosphäre schafft, beginnt der Organismus auf einmal, sich zu bewegen: das erste Leben aus dem All. Die Crew ist sich einig, dass dies eine Entdeckung ist, die die Menschheit prägen und wohl niemals mehr vergessen werden wird.

Zu Derrys Freude wächst der Organismus rasant an und bildet neue Zellen. Doch die Begeisterung des Wissenschaftlers wird schlagartig gedämpft, als der Organismus nach einem Laborunfall auf nichts mehr reagiert. Der komatöse Zustand seines ‚Babys‘, welches auf den Namen Calvin getauft wurde, besorgt Hugh Derry so sehr, dass er vor nichts zurückschreckt, um ihn wiederzubeleben. Durch einen Stromschlag kann er den inzwischen handgroßen Calvin aufwecken, wird aber von ihm angegriffen und fällt in Ohnmacht. Trotz verschiedenster Sicherheitsvorkehrungen kann Calvin aus seiner Box entkommen. Als er dann auch noch in den Käfig einer Labormaus eindringt und diese zerfetzt, wird der Crew so langsam klar, womit sie es hier zu tun haben. Rory Adams (Ryan Reynolds) nutzt die Gunst der Stunde und versucht seinen ohnmächtigen Freund aus dem versiegelten Labor zu retten. Bevor er es selbst hinausschaffen kann, greift Calvin ihn jedoch an und die anderen Mitglieder versiegeln die Tür direkt vor seiner Nase.

Die vier übrigen Crew-Mitglieder müssen nun mit ansehen, wie Adams verzweifelt versucht, Calvin zu bekämpfen. Weder Feuer noch Strom scheinen ihm zu schaden. Als Adams dann von Calvin qualvoll getötet wird, ist nun auch dem Letzten klar, dass dies nur der Anfang war. Von nun an heißt es überleben. Aber das ist leichter gesagt als getan, wenn man von einem Organismus gejagt wird, der beinahe unsterblich ist, zudem superstark und sich durch die kleinsten Öffnungen zwängen kann. Nur eine Sache ist allen bewusst: Calvin darf nicht den Erdboden berühren!

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Wer steht dahinter?

Daniél Espinosa, der mit Filmen wie Kind 44 (2015) oder Safe House (2012) sein Talent für Thriller unter Beweis stellte, wagt sich mit Life zum ersten Mal an einen Sci-Fi-Thriller. Nichtsdestotrotz kann man sagen, dass ihm dieser Schritt gelungen ist. Das Setting auf der ISS ist nicht nur realistisch dargestellt, sondern bietet auch Abwechslung. Neben der Inszenierung verschiedener Räume und Bereiche, die originell wirken, können die Außenansichten überzeugen. Sowohl das All als auch die Erde, die öfters im Hintergrund der detailliert konstruierten Raumstation zu sehen sind, werden ästhetisch dargestellt. Des Weiteren ist die Arbeit mit der Gravitation ein sehr solider Grundstein des Films. Anders als in vielen Sci-Fi-Streifen versucht Espinosa das Leben in der Schwerelosigkeit zu greifbar zu machen. Die meiste Zeit des Films schweben die Schauspieler durch das Bild, und sogar Wasser und Blut sind realistisch im Schwebezustand dargestellt. Obwohl sich hier und da ein paar kleine Fehler eingeschlichen haben, hat Espinosa diese Aufgabe mit Bravour meistern können.

Life befasst sich, wie schon einige Sci-Fi-Filme vor ihm (z.B. Alien), mit der Thematik eines außerirdischen Organismus, der den Menschen überlegen ist und diese bedroht. Anders jedoch als zum Beispiel in Alien von 1979 wird hier erklärt, um was es sich für ein Wesen im naturwissenschaftlichen Sinne handelt. Kein bösartiger Alien, der einfach existiert, sondern ein Einzeller, der sowohl Muskel- als auch Nervenzelle in einem ist und sich unter natürlichen Bedingungen unnatürlich schnell entwickeln kann. Auch diese Punkte werden im Film realistisch umgesetzt, da auch er ohne Sauerstoff und Nahrung nicht überleben kann. Somit vermitteln Handlung, Set, wie auch ‚Alien‘ eine Situation, wie sie in der realen Welt vorstellbar wäre – oder wie Ryan Reynolds es beschreibt: „Das Skript hatte ein solches Maß an Realität und auch ein Gefühl von andauernder Spannung.“

Rory Adams (Ryan Reynolds)
Rory Adams (Ryan Reynolds)

Neben der Logik des Films tragen die Musik sowie die Kameraführung zur Qualität von Life bei. Jon Ekstrand, der bereits mehrfach die Filmmusik für Daniél Espinosa komponiert hat, schafft es, dem Zuschauer genau die richtige Atmosphäre zu vermitteln. Bereits im Trailer konnte man schon erahnen, dass Musik in diesem Film eine große Rolle spielen werde. Ohne zu spoilern, kann man dennoch kritisieren, dass sie gegen Filmende etwas überladen und fehl am Platz wirkte, was aber nur vereinzelt der Fall war.
Eine grandiose Arbeit liefert auch Seamus McGarvey, der schon für Marvel’s The Avengers (2012) hinter der Kamera stand und durch seine Arbeit am Film Abbite (2007) für einen Oscar nominiert wurde. Bereits in den ersten Szenen vollführt er eine Kamerafahrt um die schwebenden Schauspieler, die dem Zuschauer einen realistischen Eindruck vermittelt, wie man sich in der Schwerelosigkeit bewegt. Zum Ende des Films hin werden die Charaktere oft durch Nahaufnahmen der Gesichter gezeigt, wodurch McGarvey deren Emotionen verstärkt und drastische Veränderungen der Charaktere nahebringt.

Die Leistung der sechs Schauspieler ist insgesamt äußerst solide. Die Mitwirkung Ryan Reynolds ist gesondert zu erwähnen, da er bereits zuvor mit Espinosa für den Film Safe House (2012) zusammengearbeitet hatte. Obwohl Reynolds zuerst die Hauptrolle übernehmen sollte, musste er auf eine Nebenrolle ausweichen, da er die Hauptrolle im kommenden Film The Hitman’s Bodyguard spielt, wie der Hollywood Reporter berichtete. Zusätzlich zum Regisseur waren auch die Drehbuchautoren bereits bekannte Gesichter für Reynolds, da sie bereits zu seinem Erfolgsfilm Deadpool (2016) das Drehbuch schrieben.

Auf der Suche nach einer Lösung: Miranda North (Rebecca Ferguson)
Auf der Suche nach einer Lösung: Miranda North (Rebecca Ferguson)

Jake Gyllenhaal, zuletzt auch in Nocturnal Animals (2016) und Everst (2015) zu sehen, verkörpert den Astronauten Dr. David Jordan. Jordan ist der Erfahrenste der Crew und befindet sich schon seit 473 Tagen auf der ISS. Kein anderer kennt das Schiff besser als er. Trotz seiner Erfahrung muss er den ganzen Film über mit sich kämpfen; für ihn stehen die Crew und seine Freunde über seinem eigenen Wohl. Gyllenhaal schafft es, diese Rolle authentisch rüberkommen zu lassen. Er habe viel Herzblut in die Rolle gesteckt, unter anderem, weil David Jordan seinem Großvater ähnele, sagte Gyllenhaal.

Ähnlich wie Gyllenhaal meistern es auch Rebecca Ferguson, Ryan Reynolds und auch Olga Dihovichnaya ihre Charaktere in den verschiedensten Situationen gut und überzeugend darzustellen. Eine besondere Anerkennung sollte hierbei Hiroyuki Sanada (Sho Murakami) gegönnt sein, da er während des ganzen Films seine Stunts selbst ausgeführt hat, so der Hollywood Reporter.
Ein wenig enttäuschend war leider die Leistung von Ariyon Bakare (Hugh Derry). Trotz seiner Schlüsselrolle als engagierter Wissenschaftler kann er in einigen Situationen nicht überzeugen und lässt den Zuschauer ein wenig kalt und emotionslos zurück.

Kritik

Espinosa schafft es, die Zuschauer immer mal wieder aufschrecken zu lassen. Diese kleinen Thriller-Momente wurden oftmals gut platziert und störten die Handlung nicht, sondern bauten sie spannungserzeugend weiter auf.

Neben den bereits genannten Kritikpunkten ist es allerdings schade, dass einige Charaktere nicht ausreichend ausgestaltet wurden. Während man zu einigen eine gute Bindung aufbauen konnte (z.B. Hiroyuki Sanada), kannte man andere wiederum kaum (z.B. Ariyon Bakare).
Auch waren die Beziehungen zwischen den Charakteren oftmals schlecht bis gar nicht erkennbar. Man konnte sie zwar als Crew identifizieren, doch wer zu wem eine enge Freundschaft pflegte, wurde oftmals nicht deutlich.

Deutlich abheben kann sich Life, wie schon erwähnt, durch die beinahe realistische naturwissenschaftliche Erklärung von Calvin.

Insgesamt hat der Film es geschafft, einen Spannungsbogen aufzubauen, der weder trist, noch langweilig wirkte. Auch wenn es eine Weile dauert, bis der Film seinen Höhepunkt erreicht, ist diese Zeit sehr gut gewählt und mit Spannung gefüllt. Trotz der relativ kurzen Spielzeit von 104 Minuten gelingt es Life, den Zuschauer zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen.

Schwerelos: Jake Gyllenhaal ist der amerikanische Astronaut David Jordan
Schwerelos: Jake Gyllenhaal ist der amerikanische Astronaut David Jordan

Fazit

Obwohl es einige kleine Fehler gibt und auch hier und da ein paar Ecken und Kanten zum Vorschein kommen, ist Life ein äußerst gelungener Sci-Fi-Thriller, der sich nun mit Filmen, wie zum Beispiel der Alien-Reihe, messen darf. Sowohl Schauspieler als auch Regisseur tragen zu einer schönen, aber auch gruseligen Atmosphäre bei, der durch seine detailgetreue Inszenierung eher Science-Reality, als Science-Fiction ähnelt. Alles in allem ist Life ein lohnenswerter Film, vor allem für Freunde des Alien-Thriller-Genres.

Bewertung

4,5/5 Sterne

– Felix Heiderich


Photos Copyright: © 2017 Sony Pictures Releasing GmbH

THE MATRIX: REBOOT OHNE KEANU REEVES UND DEN WACHOWSKI-GESCHWISTERN?

Laut The Hollywood Reporter soll Warner Bros. Entertainment nun an einem Reboot für den Oscar-verzierten Sci-Fi-Klassiker Matrix arbeiten. Anscheinend habe WB bereits mit dem Autor Zak Penn über das Drehbuch gesprochen und scheine sich so von den Wachowski-Geschwistern zu entfernen, die bereits für die Trilogie Regie führten und auch das Drehbuch schrieben. Zak Penn ist bereits durch die Drehbücher zu X-Men 2 (2003), Der unglaubliche Hulk (2008) und auch Marvel’s The Avengers (2012) bekannt. Weiterhin soll Michael B. Jordan im neuen Matrix mitwirken. Laut THR müsse aber noch viel an und mit ihm gearbeitet werden, bevor die Produktion startet. Für welche Rolle der 30-jährige Schauspieler geplant ist, wurde noch nicht berichtet. Sein Können konnte Jordan bereits in Creed – Rocky’s Legacy (2015) an der Seite von Sylvester Stallone und als menschliche Fackel in Fantastic Four (2015) unter Beweis stellen.

Obwohl es eine Umstellung wäre, statt Keanu Reeves nun Michael B. Jordan als Neo in der Hauptrolle zu sehen, ist diese Entwicklung gar nicht so unwahrscheinlich. Bereits für den ersten Film sollte eigentlich Will Smith die Rolle des Neo übernehmen, lehnte dies aber zugunsten Keanu Reeves ab. Für Reeves war Neo der Eintritt in den Sternchenhimmel Hollywoods und machte ihn zu einem der bestbezahlten Schauspieler. In einem Interview zu seinem neuen Film John Wick: Kapitel 2 äußerte sich Reeves gegenüber Yahoo Movies positiv zu einem Comeback als Matrix-Held. Er würde allerdings gerne mit den Wachowski-Geschwistern arbeiten. Ob dies eintreffen wird, müssen wir aber noch abwarten und uns bis dahin gedulden.

Die originale Trilogie begeisterte Millionen von Fans mit ihrer komplexen und trotzdem in den Bann ziehenden Story. Die Wachowski-Geschwister begründeten durch ihr Werk eine neue Ära des Sci-Fi-Films. Sie revolutionierten unter anderem durch den Bullet Time Effekt, bei dem eine Kamera um ein vermeintlich eingefrorenes Objekt (z.B. Pistolenkugel) herumfährt, wie Wired berichtete. Da die beiden aber nun nicht mehr mitwirken sollen, sind die Fans bisher noch nicht sehr überzeugt von den neuen Nachrichten.

Neben vielen Twitter-Posts, die sich ähnlich skeptisch ausdrücken, gab es ein paar offene Briefe von verschiedenen Autoren und Kollegen. So auch von Liz Shannon Miller von der Online-News-Seite IndieWire. Sie schrieb in ihrem offenen Brief, es sei „komplett verrückt“, ein Reboot ohne die Wachowski-Geschwister zu planen. Außerdem sei Matrix ein Produkt einer Ära gewesen, die man nicht einfach rebooten könne und solle. Die Filme seien ihrer Zeit voraus gewesen und hätten das Genre des Action Films revolutioniert, so Miller. Dies sei heute kaum denkbar. Jedenfalls nicht durch ein Reboot.

Ob und wie Zak Penn diese Ära fortsetzen kann und ob er sich hierbei an der Animatrix (2003) orientiert, wird wohl bald näher bekannt gegeben werden.

– Felix Heiderich


Photo Credit: Photofest

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